Fazit der Spring Season 2016

Lesedauer: ~11 Minuten

Die Spring Season 2016 liegt in den letzten Zügen und damit wird es für mich auch Zeit, ein Fazit zu ziehen. Wie in fast jeder Season habe ich wieder einige Serien über mich ergehen lassen. Allerdings muss ich hier direkt einmal voraus sagen, dass mich die diesjährige Spring Season nicht wirklich überzeugen konnte. Es gab nicht einmal eine Handvoll Anime, die mir bis zum Ende gut gefallen haben und einige Titel habe ich bereits vorzeitig abgebrochen. Es gab auf jeden Fall wieder mehr als genug Titel zur Auswahl. Zu einigen davon werde ich nun ein (kurzes) Fazit ziehen.

Also, gehen wir ein weiteres Mal die Anime, die ich in der Season geschaut habe, alphabetisch durch. Für Anime, die ich abgebrochen habe, spare ich mir wie immer die Wertung. Anime, die ich bereits nach der ersten Episode abgebrochen habe, liste ich hier gar nicht erst auf.

Big Order

An Big Order bin ich schon nicht mit einer wirklich positiven Einstellung heran gegangen. Den Manga kannte ich schon und am Anfang machte der Anime sogar gar nicht mal so einen schlechten Eindruck. Mit dem Fortschreiten der Serie wurde die Adaption aber immer grausiger. Der Anime ergab immer weniger Sinn und auch der Unterhaltungswert war irgendwie nicht mehr vorhanden. Warum ich die Serie überhaupt noch zu Ende geschaut habe, ist mir im Nachhinein betrachtet ein Rätsel. 3/10


Boku no Hero Academia

Sehr viele Leute sind von diesem Anime begeistert. Ich gehöre allerdings nicht dazu. Es gibt hier ein paar gute Nebencharaktere, der Main-Cast allerdings ist komplett für den Arsch. Deku ist dermaßen zum Abgewöhnen, dass man bei dieser Serie wirklich nur verzweifeln kann. Die Story um die Nebencharaktere hingegen ist ganz brauchbar gestaltet, weswegen ich hier dann die Serie auch bis zum bitteren Ende geschaut habe. Die zweite Staffel werde ich mir aber definitiv nicht anschauen. 4/10


Bungou Stray Dogs

Die Serie hatte recht viel Potential, verfing sich in der Mitte dann aber etwas in seiner eigenen Storyline und kam da nie wieder so wirklich raus. Das Ende bildete dann auch nicht so richtig einen sauberen Abschluss. Trotzdem war die Serie aber recht unterhaltsam und auch die Animationen waren gut. Auch das Setting war interessant gestaltet. Zwischendurch hatte Bungou Stray Dogs nur diese Momente, wo sich zu lange mit Details aufgehalten wurde. 6/10


Flying Witch

Flying Witch war für mich die Comfy Show dieser Season. An sich passiert in der Show absolut nichts, aber dies ist absolut wunderbar. Ich hatte erst Zweifel daran, ob die Show meinem Hype gerecht werden könnte. Dann wurden meine Erwartungen übertroffen. Die Charaktere sind herrlich, die Musik passend und die Animationen wunderbar. Für mich war es immer das Highlight der Woche. Slice-of-Life Serien wandern oft einen schmalen Grad zwischen unterhaltend und langweilig. Flying Witch hat hier aber genau den Richtig weg eingeschlagen und konnte mich vollstens überzeugen. 9/10


Gakusen Toshi Asterisk Second Season

Ich bin ein echter Fan der Gakushen Toshi Asterisk Light Novels. Der Anime war allerdings als Adaption eher eine Enttäuschung. Die zweite Staffel war da sogar noch schwächer als die erste. Viele Dinge wurden geskippt und das was adaptiert wurde, wurde viel zu schnell abgehandelt. Die Animationen waren ok, hier und dort aber auch inkonsistent. Auch das Ende der Serie, eigentlich der ganze letzte Arc, war dann noch einmal schlechter als der ganze Rest davor. So kann man die Serie wirklich niemanden Empfehlen. Die noch relativ hohe Punktzahl gibt es nur Dank dem besten Insert Song der Season. 5/10


Hai-Furi / High School Fleet

Als Hai-Furi, bzw. High School Fleet angefangen hat, dachte ich erst einmal, wir bekommen hier eine 08/15 Show nach dem Typ Cute Girls doing Cute Things on Boats. Aber schon die erste Folge konnte mich besseres belehren. So bot die Serie reichlich Action, gute Charaktere und eine wenigstens halbwegs brauchbare Story, in der alles verpackt wurde. Die Animationen waren gut und die Serie konnte von vorne bis hinten unterhalten. Es gab hier eigentlich nichts, was mir nicht gefallen hat. So hat sich Hai-Furi auch recht schnell zu einem meiner Favoriten in dieser Season entwickelt. 8/10


Hundred

Mit Hundred haben wir hier einen weiteren generischen Battle Harem, welcher weder mit seiner Story, noch mit seinen Charakteren wirklich überzeugen kann. Normalerweise habe ich sogar Spaß an solchen Serien, hier ging das aber gar nicht. Alle Charaktere waren absolut shitty und die Story so grottig, dass eine Kindergartenklasse mit Wachsmalern ein besseres Skript an die Wand malen kann. Hier muss man schon masochistisch angeschlagen sein, um diese Serie unterhaltend zu finden. 3/10


JoJo no Kimyou na Bouken: Diamond wa Kudakenai

Was soll man hier noch groß sagen? JoJo ist halt einfach JoJo. Das Franchise weiß auch wieder mit dieser Adaption zu überzeugen und so macht JoJo wie gewohnt Spaß. Ich habe hier allerdings etwas gebraucht, um mich an den neuen Cast zu gewöhnen und meiner Meinung nach kommt die Serie vom Flair her auch nicht ganz an die Vorgänger heran. Technisch gesehen ist aber gerade mal die Hälfte der Serie gelaufen. Da ist also noch Luft nach oben. 7/10


Kiznaiver

Normalerweise ist "Trigger saves Anime" hier ja schon fast ein Leitmotto. Auf Kiznaiver kann ich dies aber leider nicht wirklich anwenden. Die Serie hatte ein gutes Setting und die Hintergrundidee hat mir eigentlich gut gefallen. Bei der Umsetzung haperte es dann aber an allen Ecken und Enden. Ich bin nie wirklich mit den Charakteren warm geworden und viele Episoden waren zu großen Teilen auch recht langweilig gestaltet. Die Animationen waren hingegen gut und auch sonst hatte die Serie so ein paar Absurditäten, die man gerne mal bei Trigger erwartet. Trotzdem war Kiznaiver nicht in der Lage, mich mitzureißen. 5/10


Koutetsujou no Kabaneri

Es fing an wie Steampunk Attack of Zombie und sollte auch dabei bleiben. Außer halbwegs brauchbarer Action konnte Koutetsujou no Kabaneri nichts wirklich bieten. Die Charaktere waren flach und Ikoma als Protagonist hat nicht wirklich was getaugt. Für die Handlung fehlte zu viel Vorgeschichte und letztendlich war alles nur ein Rahmengeflecht um möglichst viele visuelle Spielereien über den Bildschirm flackern zu lassen. Alles in allem fühlte es sich wie ein schlechter Michael Bay Streifen an. Sogar Explosionen gibt es genug. 4/10


Kuma Miko

Die Serie fing echt gut an und war ziemlich unterhaltend. Die Comedy war gut und hat Spaß gemacht. Vor allem der Ending Song war wirklich Catchy. Die Serie entwickelte sich immer weiter dahin Machi psychisch fertig zu machen. Die letzte Episode war dann wirklich ein Schlag ins Gesicht und endete mit dem Mindbreak von Machi. Dabei handelt es sich um ein Anime Original Ending, für welches auch in Japan viel Kritik gab. Selbst der Autor des Mangas hat sich negativ dazu ausgesprochen. Meiner Meinung nach hat sich die Serie so auch komplett selbst ruiniert. Viel schlechter hätte man Kuma Miko nicht verlaufen lassen können. 4/10


Kuromukuro

Keine Ahnung, in welche Richtung die Serie sich bewegen wollte. Auf jeden Fall hatte ich nach 3 Episoden die Schnauze voll von den Charakteren und diesen abgrundtief hässlichen Mechas. Also Mecha mag ich ja eh schon nicht einmal, aber wenn die dann auch noch so hässlich sind, dann muss das echt nicht sein. Die Protagonistin war leider auch mehr als nervig mit ihrem ganzen Charakter. Da war es wirklich das sinnvollste die Serie abzubrechen. P.A. Works hat irgendwie ein Händchen dafür, Serien zu machen, die einem entweder echt gut gefallen oder absoluter Mist sein. Den Mittelweg scheint es nicht zu geben. -/10


Macross Delta

Macross Frontier hat mir damals richtig gut gefallen. Dies ist etwas, was ich von Macross Delta nicht behaupten kann. Etwa bei der Hälfte der Serie angekommen, kann ich immer noch keinen Charakter wirklich leiden. Die Protagonisten, vor allem Freiya und Hayate, kann man komplett in der Pfeife rauchen. Die Story kann einen nicht wirklich mitreißen und die Musik ist mehr als nur bescheiden. Alles, was ich an dem Vorgänger der Serie mochte, vermisse ich hier. Noch bin ich irgendwie dabei, die Serie halbherzig zu verfolgen. Allerdings ziehe ich es auch immer mehr in Betracht, Macross Delta einfach abzubrechen. 5/10


Mayoiga

Nach 6 Episoden war hier bei mir Schluss mit lustig. Selten habe ich gesehen, dass eine Mystery Serie so schlecht gestaltet wurde. Weder die Story, noch die Charaktere waren in auch nur irgendeiner Weise gut. -/10


Netoge no Yome wa Onnanoko ja Nai to Omotta?

Ich habe die Serie angefangen wegen den Charakterdesigns von Hisasi. Ich hatte gedacht, so schlimm kann die Serie schon nicht werden. Wie man sich doch täuschen kann. Die Story ist einfach nur hirnrissig. Die Charaktere haben keinerlei Tiefe und selbst das Charakterdesign ist nun nicht so berauschend. Die Serie lief von einer Enttäuschung in die andere. Als wäre dies noch nicht schlimm genug, so gibt es noch Ako als weiblichen Hauptcharakter. Sie ist soweit von jeglicher Form der Realität entfernt, dass das Zusehen schon weh tut. Dies liegt wohl daran, dass sich die eigenen Hirnzellen lieber selbst umbringen, als diese Serie ertragen zu müssen. An sich sollte die Serie auch irgend eine Form von Comedy enthalten. Dies wussten sie aber gut zu kaschieren. 3/10


Pan de Peace!

Cute girls bake cute things. Recht unterhaltsamer Kurz-Anime mit ein paar netten Charakteren. Mehr war an der Serie dann aber auch nicht dran. Mit nur ein paar Minuten pro Episode war die Serie okay. Man hat aber auch nichts verpasst, wenn man es nicht geschaut hat. Währen es regulär lange Episoden gewesen, hätte ich die Serie aber wohl nicht geschaut. Dafür war die Handlung zu dürftig. 5/10


Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu

Ich bin ohne Vorwissen an dieser Serie heran gegangen und war daher nicht darauf gefasst, wie viel Leid hier Suffaru, ich meine natürlich Subaru, erfahren würde. Die Serie spielt mit den Erwartungen der Zuschauer, nur um dann doch gerne einen anderen Weg einzuschlagen. Je weiter Re:Zero voran schreitet, desto dunkler wird das Ganze eigentlich und Subarus Geist wird auch immer mehr zerbrochen. Bei den Animationen merkt man, dass White Fox etwas an der Serie liegt. Auch die Handlung gefällt mir gut und ich bin gespannt darauf, wie Subaru weiterhin gefoltert wird. 8/10


Sakamoto desu ga?

Es ist lange her, dass ich eine so schlechte Adaption eines Manga gesehen habe. Sakamoto desu ga? ist als Manga eine echte Comedy Perle und macht Spaß zu lesen. Vom Anime kann man das mit der Comedy nicht behaupten. Auch der Spaß bleibt hier komplett aus. Die Serie langweilt auf ganzer Linie und kann überhaupt nicht überzeugen. Ich weiß nicht, was sich das Studio hierbei gedacht hat. Aber sie haben dafür gesorgt, dass nicht einer der Witze wirklich zünden kann. Vielleicht eignet sich der Manga aber auch einfach nicht dazu, als Anime adaptiert zu werden. Auf jeden Fall war dies einfach nur ein Reinfall. 3/10


Sansha Sanyou

Generische Moe Slice of Life Serie ist generisch. Von den Charakteren konnte mich nur Teru wirklich begeistern. Die anderen waren alle eher langweilig. Die Comedy wollte in den meisten fällen bei mir nicht wirklich anschlagen. Am Anfang gab es noch ein paar gute Gags, die wurden im Verlauf dann aber auch immer wieder wiederholt, sodass sich hier ab einem Punkt wirklich nur noch gähnende Langeweile eingestellt hat. Dem entsprechend habe ich die Serie auch nicht bis zum Ende durchgehalten. Es war letztendlich halt wieder.... Moe- Shit. -/10


Seisen Cerberus

Ein weiterer generischer Shounen Anime. Die Hintergrundgeschichte ist hier zwar interessant, aber sie haben es geschafft, darauf so uninteressant aufzubauen, dass man gar keinen Grund hat, die Handlung weiter zu verfolgen. Hinzu kommt ein Protagonist, dessen Ego deutlich zu groß ausfällt. Keiner der Charaktere hat wirklich Tiefgang und auch bei den Animationen spricht nun nichts so wirklich für den Anime. Hier war dann auch nach 3 Episoden Schluss für mich. Was will man auch groß von der Adaption eines Mobile Games erwarten... -/10


Sousei no Onmyouji

Ich hatte hier zuvor ein paar positive Dinge über den Mange gehört und mir eigentlich nur deswegen den Anime mal angeschaut. Dies war ein folgenschwerer Fehler. Wir haben hier einen Shounen nach dem Bilderbuch, mit den dazu gehörigen schlechten Charakteren, einfachen Storyline und natürlich nervtötenden Maskottchen. Ganze 4 Episoden habe ich von diesem Schund ausgehalten, bevor ich die Notbremse ziehen musste. Nachträglich habe ich dann gehört, dass selbst Fans des Manga von der Adaption wohl mehr als enttäuscht seien. Dies scheint also eine weitere versaute Adaption zu sein. -/10


Tanaka-kun wa Itsumo Kedaruge

Tanaka-kun ist eine weitere Slice-of-Life Serie aus der Season. Die Charaktere waren gut gestaltet und die meisten waren recht sympathisch. Die Comedy war gut, auch wenn es hier und dort mal kleine Hänger gab und die Gags nicht so ganz zünden wollten. Ab und zu rutsche die Serie auch ein bisschen ins Langweilige ab. Auch wenn Tanaka-kun in dieser Season im Slice-of-Life Bereich bei weitem nicht mit Flying Witch mithalten konnte, war es für sich gestellt doch ein solider Titel. 8/10


Uchuu Patrol Luluco

Hier kann ich es nun endlich wieder sagen: Trigger saves Anime. Luluco ist mal wieder herrlich Over-the-Top und kann mit seiner abstrusen Handlung und den ganzen Referenzen überzeugen. Zwar ist es nur ein Kurz-Anime, war aber wahrscheinlich genau das richtige Format für diese Serie. Die Animationen passten und die Serie hat wirklich Spaß gemacht und wusste gut zu Unterhalten. Die Charaktere waren klasse und die Comedy gut. Die Serie ist zwar nicht für jedermann etwas, mich hat sie aber definitiv gut unterhalten. 8/10


Wagamama High Spec

An sich hatte ich hier etwas vom Format wie Pan de Peace erwartet. Stattdessen hat man hier aber wohl einen der schlechtesten Kurz-Anime serviert bekommen, die je produziert wurden. Die Serie ist absolut unlustig, die Charaktere unbrauchbar und selbst die Animationen unterdurchschnittlich. Die Serie ist die reinste Zeitverschwendung und dementsprechend war sie es auch nicht Wert, zu Ende geschaut zu werden. -/10

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