Fazit der Winter Season 2017

Lesedauer: ~8 Minuten

Wir haben April und die Winter Season 2017 ist nun de facto vorbei. Hier gibt es nun auch wieder mein Fazit zu der Season. Ich halte es wie die vergangenen Male auch: Ein kurzer Eindruck zu allen Serien, die ich geschaut habe, sowie einen Einzeiler zu allen Serien, bei denen ich gerade mal eine Episode geschafft habe.

Auf jeden Fall ließ diese Season ein weiteres mal mein Slice of Life Herz höher schlagen. Aber es gab auch ein paar Titel, mit denen ich so vorher nicht gerechnet hatte. Mit gerade einmal 8 Serien, habe ich letztendlich in dieser Season doch recht wenige Serien verfolgt.

Nach 1 Episode abgebrochen:

  • ChäoS;Child - Der Flashback zu Chaos;Head war schon unerträglich und irgendwie konnte ich hiermit absolut nicht warm werden.
  • Kuzu no Honkai - Hat an sich ein interessantes Setting und wurde vielleicht auch gut umgesetzt, aber ist nicht mein Fall.
  • One Room - Ich war hier nur auf das Kantoku Charakterdesign scharf, aber die erste Episode konnte null überzeugen.
  • Fuuka - Nicht einer der Charaktere hat mir hier wirklich gefallen.

Und nun zu den Serien, bei denen ich mehr als nur die erste Episode gesehen habe. Eine Bewertung gebe ich allerdings nur ab, wenn ich die jeweilige Serie auch bis zum Ende verfolgt habe.

ACCA: 13-ku Kansatsu-ka

ACCA klang von Anfang an recht interessant, aber meine Hoffnungen auf gute Unterhaltung, war am Anfang nicht all zu hoch. Die ersten Episoden haben mich dann aber doch direkt überzeugen können, dass hinter dieser Serie durchaus Potential steckt. Es hat Spaß gemacht die Hintergründe des Coup und Jeans Rolle darin zu verfolgen. Zwischendurch hatte die Serie zwar ein paar Tiefpunkte was die Spannung angeht, konnte aber auf langer Sicht überzeugen. Obwohl ACCA insgesamt doch eher ruhig war, blieb hier die Unterhaltung absolut nicht aus. War überraschenderweise doch einer meiner Favoriten in der Season. 7/10


Akiba's Trip The Animation

Das Videospiel dazu habe ich zwar nicht gespielt, mich aber trotzdem mal auf den Anime eingelassen. War definitiv keine gute Entscheidung. Die Charaktere haben mir nicht gefallen und das Setting war auch nicht wirklich interessant. Für mich lief es hier auf eine übliche Ecchi-Klischee-Kiste hinaus und mehr als 3 Episoden habe ich nicht ausgehalten. -/10


Demi-chan wa Kataritai

Seit der Ankündigung habe ich mich auf diesen Titel gefreut und die Erwartungen an den Anime waren dank dem hervorragenden Manga hoch. Demi-chan wusste aber auch als Anime absolut zu begeistern. Vom Charakterdesign, über der Animationsqualität bis hin zur Treue dem Manga gegenüber konnte die Serie wirklich von Anfang bis Ende überzeugen. Für mich war es wirklich der beste Titel der ganzen Season. Jeder der gute Slice of Life mit vernünftigen Charakteren und guter Charakterentwicklung zu würdigen weiß, sollte hier wirklich einen Blick auf die Serie werfen. Mein einziger Wunsch wäre hier eine etwas stärkere, letzte Episode gewesen. 9/10


Gabriel DropOut

Am Anfang fand ich die Charaktere recht sympathisch, aber irgendwie wurde das recht schnell Pfad und selbst die Charaktere wurden zum Teil echt unsympathisch. Die Comedy war dann auch irgendwie nicht das Wahre. Ich hatte dann sogar noch einen zweiten Anlauf versucht und wollte der Serie noch eine Chance geben. Aber ich hab es nicht geschafft damit Warm zu werden. Hier hat einfach zu viel der Serie nicht meinen Geschmack getroffen. -/10


Hand Shakers

Aufgrund von Studio GoHands hab ich hier Animationen a la K erwartet. Vielleicht sogar garniert mit etwas Handlung. Das sollte hier aber definitiv nicht der Fall sein. Die Animationen waren einfach nur grausig und das Geschehen hier eine "Handlung" zu nennen, ist schon viel zu positiv. Normalerweise stirbt die Hoffnung ja zuletzt. In diesem Fall eher nach der 3. Episode. -/10


Kemono Friends

Oh boy, what a ride! Von der ersten Episode her sah alles aus wie eine Kinderserie mit schlechtem CG. Doch trotzdem bin ich irgendwie am Ball geblieben. Je weiter man die Serie verfolgte, desto mehr entfernte es sich von einer Kinderserie mit schlechtem CG und wurde zu einem echt spannenden Endzeit-Szenario mit schlechtem CG. Was Anfing wie eine entspannende Comfy Serie entwickelte sich dann doch recht schnell zu viel mehr und ich kann verstehen, dass in Japan gerade ein unheimlicher Hype um dieser Serie gemacht wird. Als ich die erste Episode gesehen habe, hätte ich es nicht gedacht, aber dies war definitiv eine der besten Serien in der Season. 8/10


Kobayashi-san Chi no Maid Dragon

Maid Dragon war für mich ein zweischneidiges Schwert. Ich mag die Werke von dem Mangaka und hatte mich auf die Adaption gefreut. Solange wie sich Kyoto Animation an den Manga gehalten hat, war die Serie auch echt Top. Allerdings fing Kyoto Animation mit Verlauf der Serie immer mehr damit an ihre eigenen Ideen einzubringen und originale Inhalte zu erzeugen. Dies war aber ein absoluter Schuss in den Ofen. Kyoto Animation hat dafür gesorgt, dass auf manchen Witzen immer mehr herumgeritten wurde, was absolut unlustig war. Dafür wurden wichtige Elemente und Szenen des Manga weggestrichen oder komplett ignoriert. Dadurch fehlt hier doch einiges an Charakterentwicklung und die Serie konnte so nicht ihr volles Potential ausschöpfen. Maid Dragon war gut, aber ist leider nicht das geworden, was es hätte werden können. Ein weiteres Mal enttäuscht mich Kyoto Animation. 8/10


Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku wo! 2

Auch die zweite Staffel von KonoSuba konnte wieder komplett mit ihrem Humor überzeugen. Die Charaktere waren wieder absolute Spitze und Kazuma als Protagonist ist einfach absolut herrlich. Studio Deen konnte was die Animationen angeht ebenfalls wieder überzeugen. Allerdings gab es in der Richtung doch schon ein paar Aussetzer. Die Animationsqualität konnte leider nicht immer gehalten werden und gerade am Anfang sah es doch so aus, als wenn wir hier absoluten Quark serviert bekommen würden. Zum Glück wurde dies aber nicht zum Dauerzustand. Einzig allein die Handlung war im Vergleich zur ersten Staffel nicht ganz so gut, aber immer noch sehr gut unterhaltend. Wahrlich eine Comedy-Perle der Season. Ich hoffe Staffel 3 wird in naher Zukunft angekündigt. 8/10


Little Witch Academia

Studio Trigger rettet Anime. Mal wieder. Immer wieder. Und nun bereits zum dritten Mal erfolgt die Rettung durch Little Witch Academia. Die beiden OVAs waren schon echt gut und die Serie muss sich hier keinesfalls hinter den beiden verstecken. Natürlich ist das Pacing hier im Vergleich zu den OVAs nicht so rasant, aber trotzdem kommt keineswegs Langeweile auf. Akko ist ein Super Hauptcharakter, aber auch die anderen Charaktere wissen zu gefallen. Zwar ist die Serie noch nicht beendet, aber die erste Hälfte für sich genommen ist schon ganz klar eine der besten Serien in der Season. Einziges Manko ist, dass die Animationen von Studio Trigger nicht mit der Qualität von ihren OVAs mithalten können, trotzdem sieht die Serie echt gut aus. Ich bin echt gespannt, was uns die zweite Hälfte noch so bieten wird. 8/10


Masamune-kun no Revenge

Das Setting war anfänglich ganz interessant, dann schaffte der Anime es allerdings mit absolut unsympathischen Charakteren und einer völlig uninteressanten Storyline jegliches Interesse von mir an der Serie zu vernichten. Somit war es hier für mich dann auch recht schnell vorbei. Der wöchentliche Blick in master117s Miniviews reichte mir dann auch um meinen Eindruck nur bestätigt zu sehen. -/10


Nyanko Days

Ein Kurz-Anime über Katzen, in denen die Katzen viel zu wenig vor kamen. War ganz nett gemacht, aber letztendlich nichts, was mich wirklich begeistern konnte. Irgendwie hat mir hier das OP/ED, was auch immer es nun genau war, von der Musik her absolut missfallen. Hab alle Episoden gesehen, muss ich aber nicht wieder haben. 4/10


Seiren

Als Fan von Amagami SS hatte ich mich echt auf diese Serie gefreut. Auf dem Papier sah auch alles gut aus und der Spaß konnte mit der ersten Episode beginnen. Da ahnte ich allerdings noch nicht, was dies hier für ein Trainwreck werden sollte. Der Protagonist hier setzt komplett neue Maßstäbe, was das Waschlappen-Dasein angeht und die Dialoge können nur von einem absoluten Sozialkrüppel geschrieben worden sein. Leider können auch die weiblichen Charaktere hier nicht mehr das Ruder herumreißen. Diese stehen nämlich dem Protagonisten in Punkto Unfähigkeit in Nichts nach. Die Miniviews hatte ich hier schon Mittendrin abgebrochen, da ich die Serie nicht mehr ertragen habe. Letztendlich habe ich mich noch aufgerafft und mich durch die letzten Episoden gequält nur um jetzt sagen zu können: Ich hab's gesehen und es war ein Fehler. 3/10


Urara Meirochou

Typische "cute girls doing cute things"-Serie. So etwas ist bei mir immer eine klare Hit or Miss Sache. In diesem Fall lief es eher auf "Miss" hinaus. Die Story konnte mich nicht wirklich überzeugen und was noch viel schlimmer ist: Ich bin keinem der Charaktere wirklich warm geworden. Wenn bei so einer Serie einem die Charaktere schon nicht Zusagen, ist dies ein fatales Urteil für den Titel. So blieb mir nur der Abbruch. -/10


Youjo Senki

The adventures of the Nazi-Loli and her merry men. Youjo Senki wusste ich am Anfang nicht, wie ich die Serie einordnen soll. Das Setting und die Story waren interessant, das Charakterdesign aber sehr gewöhnungsbedürftig. Die Serie stellte das Debut des neuen Animationsstudio NUT dar und daher musste man Youjo Senki einfach mal eine Chance geben. Sobald man sich an das Charakterdesign gewöhnt hat, kann Youho Senki wirklich überzeugen. Tanya ist ein klasse Hauptcharakter und was die Action angeht, so kann man sich hier wohl kaum beschweren. Auch die Animationen von NUT sind gut gelungen. Alles in allem eine recht runde Sache und wusste gut zu unterhalten. 7/10

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