Visual Novel Review: The Orchard of Stray Sheep

Lesedauer: ~4 Minuten

Mit The Orchard of Stray Sheep haben wir einen weiteren Titel aus Sekai Projects Portfolio vor uns. Entwickelt wurde es von Namaage und erschien schon vor einiger Zeit in Japan.

Die englische Fassung ist Anfang dieser Woche auf Steam erschienen. Ich hatte mich vorher nicht viel mit dem Titel beschäftigt und habe mich einfach mal überraschen lassen. Wie gut das gelaufen ist, werden wir nun sehen. Für dieses Review wurde mir ein Steamkey von Sekai Project gestellt.

Titel: The Orchard of Stray Sheep
Entwickler: Namaage
Genre: Mystery
Länge: 4~6h
Premiere: 07.10.2014 (Japanisch), 20.06.2016 (Englisch)

Story:
A small, garden-like Academy stands alone on a secluded island. Ichirou Yamada has been transferred there to work as a teacher. He is put in charge of Casserole, a beautiful, young girl who entered the school at the same time.

A little Eden. The days roll by at the Academy. Days that are boring but full of happiness. However, things are not what they seem at this „academy“…

Has Ichiro finally found the peaceful days he’s always longed for, as well as that someone he wants to protect? He is still trying to overcome the loss and regret of his past amidst the warmth and tranquility of these days.

„Stray Sheep.“

All the while trapped by the words of the girl he lost so long ago.

Handlung:

Zwar hatte ich mich vorher noch nicht groß über diesen Titel informiert, aber immerhin ein paar Screenshots hatte ich schon gesehen. Dementsprechend habe ich hier doch ein bisschen fluffy Slice of Life und Mystery erwartet. Ein typisches Highschool Setting mit einem Hauch mehr. Was ich hier aber bekommen habe, ist etwas ganz anderes. Die Handlung ist ziemlich konfus gestaltet und es wird hier nicht viel erklärt. Es gibt Dinge, die vor den Ereignissen der Visual Novel geschehen sind und auf die The Orchard of Stray Sheep aufbaut. Allerdings wird darauf nicht richtig eingegangen und auch nichts davon erzählt. Viele Gründe bleiben dem Leser hier bis zum Ende unerschlossen. Genaue Details kann man hier nun schlecht nennen, da dies die Story zu sehr spoilern würde.

Es gibt hier insgesamt 3 Enden: Ein Gutes und zwei Schlechte. Keines dieser Enden bietet aber einen wirklich guten Abschluss der Handlung. Zum Ende bleiben immer noch Fragen offen und manche Dinge kann man auch nicht wirklich nachvollziehen.

Illustrationen:

Die Illustrationen passen zur Handlung und Stimmung in The Orchard of Stray Sheep. Die Hintergründe waren nicht ganz mein Fall. Hier wirkte vieles so, als wenn man einfach Fotos etwas überarbeitet hat, um sie als Hintergründe zu nehmen. Auch gab es ein paar CGs, die vom Stil nicht ganz zum Rest passten.

Die Charakterillustrationen haben mir gut gefallen. Vor allem die SD Versionen sind niedlich gestaltet. Sie passen gut in die Visual Novel, haben nun aber auch nichts außergewöhnliches an sich. Zusammenfassend wurde hier aber gute Arbeit abgeliefert.

Charaktere:

Das mit den Charakteren ist eine schwierige Sache. Vom Design her und auch von deren Verhalten her gefallen sie mir gut. Allerdings fehlt bei den Charakteren sehr viel an Hintergrundgeschichte. Es soll nicht zu viel verraten werden, aber: Die Charaktere sind an diesem Ort gelandet, aus Gründen, die nicht richtig erläutert werden. Sie haben zuvor Dinge getan, die auch nie richtig erklärt werden. Bei vielen Punkten wird man einfach vor abgeschlossene Tatsachen gestellt und muss das so hinnehmen. So wird es schwer, bestimmte Situationen und auch die Motivation der Charaktere nachzuvollziehen.

Sound:

Die Musik passte wirklich gut zur Stimmung von The Orchard of Stray Sheep und fing immer in den richtigen Momenten an zu spielen. Nach einer gewissen Zeit wird es aber auch etwas repetitiv. Trotzdem erzielt die Musik hier aber ihre Wirkung gut und unterstreicht die Szenen passend.

Fazit:

Eine Bewertung von The Orchard of Stray Sheep gestaltet sich schwierig. Ich kann erkennen, wohin die Autoren sich mit dieser Visual Novel bewegen wollten. Die Umsetzung ist allerdings nicht so gut gelungen. Die verschiedenen Enden bieten keinen zufriedenstellenden Abschluss und auch an einer nötigen Vorgeschichte zu den Charakteren mangelt es. Dadurch kann man gewisse Teile der Handlung nicht wirklich nachvollziehen und die Motivation der Charaktere ist nicht wirklich ersichtlich. Die Handlung war letztendlich zwar interessant, trotzdem würde es mir hier aber schwer fallen, eine Empfehlung auszusprechen. Ich habe hier bei meiner Bewertung zwischen 4 und 5 Punkten geschwankt, mich letztendlich aber doch für den positiveren Wert entschieden. Die Idee hinter dem Szenario ist eigentlich gut. Es haperte nur bei der Umsetzung.

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