Und da sind wir wieder. Kurz vor Jahresende werfe ich noch einmal ein Season-Fazit in den Raum.
Die Season war mal wieder recht durchwachsen. Eigentlich dachte ich, ich hätte dieses Mal mehr Mut gehabt, Serien auch rechtzeitig abzubrechen. Die Liste der frühzeitig abgebrochenen Serien ist mit sechs Titeln auch nicht gerade kurz. Aber irgendwie habe ich mir alles andere mal wieder bis zum bitteren Ende angetan, egal wie schlecht sich die jeweilige Serie entwickelt hat. Insgesamt waren es dann auch nur ein paar wenige Serien, die mir wirklich gefallen haben. Alles andere hätte ich eigentlich auch zwischendurch abbrechen können, aber worüber soll ich mich dann sonst unnötig aufregen?
Aber kommen wir nun erst einmal zu den Serien, die ich nach drei oder weniger gesehenen Episoden abgebrochen habe:
- Alma-chan wa Kazoku ni Naritai
- Bukiyou na Senpai.
- Chitose-kun wa Ramune Bin no Naka
- Kao ni Denai Kashiwada-san to Kao ni Deru Oota-kun
- Kikaijikake no Marie
- Sozai Saishuka no Isekai Ryokouki
Und nun kommen wir etwas ausführlicher zu den Serien, die ich bis zum Schluss gesehen habe.
Akujiki Reijou to Kyouketsu Koushaku: Sono Mamono, Watashi ga Oishiku Itadakimasu! - 5/10
Fing eigentlich ganz nett an und mir hat die Beziehung zwischen Melphiera und Aristide gefallen. Letztendlich war dies aber irgendwie auch das Einzige, womit die Serie versucht hat zu punkten. Die Handlung selbst war weder besonders spannend noch interessant. Die beiden Protagonisten allein waren zudem nicht genug, um die komplette Serie zu tragen. Es war okay, aber man muss sie definitiv kein zweites Mal schauen. In dem Genre gibt es eindeutig bessere Serien.
Ansatsusha de Aru Ore no Status ga Yuusha yori mo Akiraka ni Tsuyoi no da ga - 4/10
Irgendwie hatte ich die Light Novel recht positiv in Erinnerung und auch der erste Eindruck der Serie war eigentlich gar nicht so schlecht. Im Verlauf hat es der Anime dann aber doch geschafft, deutlich abzubauen. Eigentlich genau ab dem Punkt, an dem Akira auf Amelia trifft. Sie schafft es wirklich, die Story spürbar herunterzuziehen. Kurou und der ganze Rache-Subplot um ihn herum helfen der Handlung ebenfalls nicht weiter. Eigentlich hätte es die Serie nicht verdient, dass ich sie bis zum Ende schaue.
Chichi wa Eiyuu, Haha wa Seirei, Musume no Watashi wa Tenseisha. - 6/10
Generische Light Novel Adaption blieb bis zum Ende generisch. Ellen ist zwar cute und ich mag sie, inhaltlich hatte die Serie jedoch nicht viel zu bieten. Hier und da gingen mir auch einige Charaktere ziemlich auf die Nerven. Vor allem die Probleme zwischen Sauvel und Rafilia haben mich überhaupt nicht interessiert. Für zwischendurch war es ganz okay, aber nichts, was einen Eindruck über die Season hinaus hinterlassen wird.
Mikata ga Yowa Sugite Hojo Mahou ni Toushite Ita Kyuutei Mahoushi, Tsuihou Sarete Saikyou wo Mezasu - 3/10
Urgh, neben einer schlechten Handlung und einem nicht wirklich brauchbaren Hauptcharakter macht die Serie den größten Fehler von allen: Sie ist verdammt langweilig. Ich hatte noch irgendwie die Hoffnung, dass die Serie es schafft, sich zu fangen, aber nein. Da war nichts mehr zu retten.
Mushoku no Eiyuu: Betsu ni Skill nanka Ira Nakattan Daga - 5/10
Hier und da hatte der Anime seine Comedy-Momente, davon abgesehen war die Serie aber nicht wirklich überzeugend. Das Setting ist zwar okay, die Umsetzung ist jedoch nicht wirklich gelungen. Wie auch der Manga hat die Serie ein Problem mit dem Pacing. Herausforderungen für den Protagonisten werden innerhalb von Sekunden gelöst, und man hat nie das Gefühl, dass hier irgendetwas auf dem Spiel steht. Arel absolviert mehr oder weniger einen Fantasy-Adventure-Speedrun mit aktiviertem Godmode. Das wird dann doch recht schnell langweilig, vor allem, da es hier auch keine nennenswerte Charakterentwicklung gibt.
One Punch Man 3 - 2/10
Dies ist wohl nicht nur die größte Enttäuschung der Season, sondern auch die schlechteste Fortsetzung, die in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt hat. Die Animationsqualität war dermaßen schlecht, dass man sich wirklich wundern muss, wie so etwas zur Ausstrahlung freigegeben wurde. Letztendlich liegt die Schuld hier nicht beim Studio, sondern bei den Geldgebern. J.C. Staff hat vermutlich versucht, die Finanzen für ein actionreiches Ende aufzusparen, worunter natürlich die anderen Episoden des Anime deutlich gelitten haben. Die Verantwortung für die schlechte Qualität liegt daher wohl eher bei Bandai-Namco. Nach einer ohnehin schon optisch durchwachsenen zweiten Staffel wurde die Serie hier endgültig zu Grabe getragen.
Saigo ni Hitotsu dake Onegai Shite mo Yoroshii Deshou ka - 8/10
Die Serie hat mir in der Season wirklich Freude bereitet. Scarlett hat mir als Protagonistin richtig gut gefallen. Sei es nun ihr Hin und Her mit Julius oder die Momente, in denen sie die Fäuste fliegen lässt. Sie hat eigentlich immer eine gute Figur gemacht. Nur die Animationen haben mich stellenweise nicht wirklich überzeugt. Im Großen und Ganzen sieht die Serie durchaus gut aus, aber bei den Kämpfen, in denen es eigentlich richtig zur Sache gehen sollte, wird man häufig mit Standbildern konfrontiert. Sehr schade, eigentlich. Trotzdem ist es eine sehr unterhaltende Serie.
Shinjiteita Nakamatachi ni Dungeon Okuchi de Korosarekaketa ga Gift "Mugen Gacha" de Level 9999 no Nakamatachi wo Te ni Irete Moto Party Member to Sekai ni Fukushuu & "Zamaa!" Shimasu! - 7/10
So ein elend langer Name schreit geradezu danach, dass es sich hierbei um eine shitty Light Novel Adaption handelt. Und genau das ist es dann auch. Allerdings war es auch irgendwie mein Guilty Pleasure in der Season. Was die Handlung angeht, tut sich "Mugen Gacha" nicht sonderlich positiv hervor. Auch bei den Charakteren und den Animationen sollte man nicht zu viel erwarten. Für brauchbares Popcorn-Kino reicht es hier aber trotzdem. Außerdem habe ich eine Schwäche für Rachegeschichten, in denen der Protagonist seine Rache konsequent und ohne jegliche Rücksicht ausübt. Von daher war es doch eine recht nette Serie.
Shuumatsu Touring - 5/10
Nüchtern betrachtet war die Serie nicht schlecht. Sie war nur nicht das, was ich mir von ihr erhofft hatte. Daher bin ich insgesamt nicht wirklich von Shuumatsu Touring überzeugt. Ich war beziehungsweise bin mit dem Quellmaterial nicht vertraut und hatte mir daher mehr in Richtung von Girls' Last Tour gewünscht. Für mich war die Serie irgendwie zu bunt und zu hübsch für eine Apokalypse. Auch wurde die Vergangenheit, also die Ereignisse, die zu diesem Zustand der Welt geführt haben, für mich nicht ausreichend erforscht. Dabei würde mich gerade dies besonders interessieren. Nichtsdestotrotz ist es sicherlich eine gute Serie, nur nicht das, was ich erwartet hatte oder gerne sehen wollte.
Tondemo Skill de Isekai Hourou Meshi 2 - 7/10
Nach wie vor mag ich den Protagonisten und auch seine ganzen Begleiter. Die Handlung tröpfelt allerdings mal wieder so dahin und auch bei der Comedy hat sich nicht wirklich etwas im Vergleich zur ersten Staffel geändert. Der Fokus der Serie liegt weiterhin stark auf dem Kochen verschiedener Gerichte inklusive aller nötigen Erklärungen zur Zubereitung. Diese Elemente habe ich bereits in der Light Novel und auch in der ersten Staffel meist übersprungen, da sie mich einfach nicht interessieren. Somit habe ich hier effektiv auch nur etwa 50 Prozent der Serie gesehen, aber das, was ich gesehen habe, war ganz nett.
Towa no Yuugure - 3/10
Von der Serie bin ich doch ziemlich enttäuscht. Die ersten Episoden waren echt gut und haben eine interessante Welt gestaltet. Ab da ging es jedoch komplett bergab. Die Action trat immer kürzer auf, Amoru möchte man am liebsten knüppeln und die Handlung hielt sich zu 90 Prozent der Zeit mit Nebensächlichkeiten auf. Man hatte nicht das Gefühl, dass die Serie irgendwie vorankommt. Der Plottwist zum Ende hin zeigte zum Ausgleich dafür aber auch absolut keine Wirkung. Der Anime hatte so viel Potenzial, das jedoch nur zu einem der größten Reinfälle der Season ausgebaut wurde.
Yasei no Last Boss ga Arawareta! - 7/10
Mein positiver Eindruck vom Start der Serie blieb bis zum Ende bestehen. Der Anime hat sich ordentlich Zeit genommen, das Quellmaterial umzusetzen, etwas, das man bei Light-Novel-Adaptionen doch eher selten sieht. Die Handlung war nett, aber vor allem Lufas als Hauptcharakter hat mir gut gefallen. Auch Dina ist als Charakter gut gelungen, und nach wie vor bleibt ihre Motivation ein interessanter Punkt der Handlung. Auch die Animationen haben mich positiv überrascht. Das Charakterdesign mochte ich von Anfang an, und auch die Kampfsequenzen sind durchaus gut gelungen. Zum Glück wurde eine weitere Staffel bereits angekündigt.
Das war es dann auch schon wieder mit dem Fazit und damit auch mit der Fall Season. Der Start der Winter Season ist nun auch nicht mehr fern. Zuvor gilt es aber erst einmal, die Nachwehen der Feiertage und das ganze Essen, das verschlungen wurde, zu überleben.