Fazit der Spring Season 2025

| Lesezeit: ~14 Minuten

Und wieder ist eine Season vorbei. Meines Erachtens war die Spring Season dieses Mal recht durchwachsen.

Ich habe mir dieses Mal eindeutig zu viele Serien auf den Teller geschaufelt. Daher gibt es auch deutlich mehr Titel, die ich bereits sehr früh abgebrochen habe. Aber selbst bei den Serien, die ich länger verfolgt habe, hat es nicht jede bis zum Ende geschafft. Zwar ist ein Abbruch nicht zwingend ein Indikator für Qualität, aber auf jeden Fall ein Zeichen dafür, ob mich ein Anime unterhalten konnte oder nicht.

Aber kommen wir zuerst zu den Serien, bei denen ich schon sehr früh, also innerhalb der ersten drei Episoden, den Absprung geschafft habe:

  • Chotto dake Ai ga Omoi Dark Elf ga Isekai kara Oikakete Kita
  • Haite Kudasai, Takamine-san
  • Hibi wa Sugiredo Meshi Umashi
  • Kowloon Generic Romance
  • MOONRISE
  • Saikyou no Ousama, Nidome no Jinsei wa Nani wo Suru?
  • Shiunji-ke no Kodomotachi
  • Witch Watch

Und nun zu den Serien, bei denen ich ein paar mehr Episoden, wenn nicht sogar bis zum Ende geschaut habe.


Aharen-san wa Hakarenai Season 2 - 7/10

Ganz nette Fortsetzung der ersten Staffel aber auch nicht mehr. Mehr vom Gleichen, wie man es eigentlich schon von der Serie kennt. Wenn man Fan von solchen Serien ist, bekommt man eigentlich genau das, was man sich erhofft. Gerade zum Ende hin, war es für mich dann aber irgendwie doch zu viel vom Schema F. Nicht wenige Momente oder Gags hat man in der Form nicht nur bereits in anderen Serien, sondern auch in anderen Episoden von Aharen-san bereits gesehen. Auch wenn ich die Charaktere hier mag, war für mich dann irgendwann doch die Luft so ein bisschen aus der Serie raus.


Apocalypse Hotel - 8/10

Neben mono was dies mein klarer Favorit in der Season. Ein abgeschlossener Original-Titel, welcher sich inhaltlich und auch stilistisch ein bisschen was getraut hat. Die Charaktere und die Handlung haben mir hier sehr gut gefallen. Auch die Charakterentwicklung bei Yachio und Ponko hat mir echt gut gefallen. Allerdings war hier auch nicht alles Gold, was glänzt: In der Mitte hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass die Serie einen Durchhänger hat. Mit der Handlung ging es nicht wirklich voran und auch die kleinen Sidestories haben mich nicht wirklich mitgerissen. Trotzdem eine durchaus gelungene Serie, die mich super in der Season unterhalten hat.


Aru Majo ga Shinu Made - 6/10

Die Grundidee der Serie fand ich eigentlich gar nicht so schlecht, die Umsetzung selbst hat mich dann aber nicht wirklich abgeholt. Den Umstand bald zu sterben, erachte ich als ein eigentlich recht dringliches Problem. Vor allem wenn man es noch in der Hand hat, sein Schicksal herum zu reißen. Meg hingehen scheint bis auf am Anfang diese Problematik nicht wirklich zu kümmern. Auf jeden Fall ist bei ihr kein wirklicher Eifer zu erkennen ihr eigenes Leben zu retten. Die Schicksale der Menschen, denen sie dann hilft, sollen natürlich nicht nur ihr, sondern auch dem Zuschauer nahe gehen. Dieses Ziel verfehlt die Serie meiner Ansicht nach aber jedes Mal aufs Neue. Dass wir hier auch kein richtiges Ende bekommen, sondern dies nur auf eine glorifizierte Werbung für das Quellmaterial hinaus läuft, hilft der Serie auch nicht wirklich.


Isshun de Chiryou Shiteita no ni Yakutatazu to Tsuihou Sareta Tensai Chiyushi, Yami Healer Toshite Tanoshiku Ikiru

Nach 5 Episoden war für mich Schicht im Schacht. Etwas, was ich nach dem "Genuss" der ersten Bände der Light Novel eigentlich auch hätte erahnen können. Die Novel selbst hat inhaltlich schon wenig Substanz, kann dies aber mit dem fehlen von Charakterentwicklung geschickt verdecken. Wenn man aber schon so unterdurchschnittliches Quellmaterial als Ursprung für einen Anime hat, so lässt sich da auch nicht mehr viel rausreißen.


Kanchigai no Atelier Meister: Eiyuu Party no Moto Zatsuyougakari ga, Jitsu wa Sentou Igai ga SSS Rank Datta to Iu Yoku Aru Hanashi - 3/10

Oh man, war die Serie schlecht. Meine Erwartungen bei dem Setting waren eh schon nicht sonderlich hoch, aber der Anime hat es trotzdem noch geschafft, mich hier negativ zu überraschen. Wirklich keiner der Charaktere hat mir hier gefallen. Kurts Einfältigkeit ist spätestens nach der zweiten Episode schon nicht mehr lustig. Die anderen Charaktere schaffen es aber sogar noch Kurt zu überbieten: Während sie immer wieder erwähnen, dass sie Kurt ja beschützen müssen, damit niemand seine Nettigkeit ausnutzt, sind es gerade sie, die sich komplett auf seine Fähigkeiten verlassen und diese zu jeder Gelegenheit nutzen. Alles immer unter irgendeinem Vorwand, dass es ja nur zu seinem Besten ist. Auch von der Handlung her war die Serie nicht zu gebrauchen. Dermaßen einfallslos und komplett ohne jegliche Spannung. Die Serie habe ich dann auch nur bis zum Ende geschaut, weil sie wie ein scheußlicher Autounfall war: Zu grässlich zum Wegschauen.


Kanpeki Sugite Kawai-ge ga Nai to Konyaku Haki Sareta Seijo wa Ringoku ni Urareru - 8/10

Die Serie hat mir richtig gut gefallen. Zwar war die Handlung nun nicht sonderlich einfallsreich, aber das Setting selbst durchaus gelungen. Besonders gut gefallen hat mir hier der Wechsel der Perspektiven zwischen Philia und Mia. Besonders Mia mit ihren Racheplänen hat mir gut gefallen. Auf der anderen Seite war es aber auch schön, zu sehen, wie sich Philias neue Umgebung positiv auf sie ausgewirkt hat und sie endlich mal wertschätzt wurde. Zum Ende hin wurde für meinen Geschmack das Tempo der Serie aber doch etwas zu sehr aufgedreht. Man merkte richtig, wie sie nun schnell zu einem brauchbaren Ende für die Serie kommen wollten. Aber immerhin steht man so nicht vor einem komplett offenen Ende und man kann sich durchaus mit dem Anime zufrieden geben, ohne dass man nachträglich noch zur Light Novel greifen muss. Insgesamt eine recht unterhaltende Serie mit sehr sympathischen Schwestern als Protagonisten.


Katainaka no Ossan, Kensei ni Naru - 5/10

Eine weitere recht generische Light Novel Adaption bei der ich mich auch Frage, warum ich sie überhaupt bis zum Ende geschaut habe. Der Protagonist unterschätzt sich durchgehend selber, während der weibliche Cast 90 % der Zeit nichts Wichtigeres zu tun hat, als ihn anzuhimmeln. Die Handlung selbst ist nun nicht sonderlich spannend und Probleme werden meistens auch innerhalb von kürzester Zeit gelöst. Leider gab es bei den Charakteren nun auch niemanden so wirklich, der oder die mich wirklich überzeugen konnten. Eine maximal durchschnittliche Fantasy Serie mit Schwertern und Magie, die man nicht gesehen haben muss.


Lycoris Recoil: Friends are thieves of time. - 7/10

Nette kurze Episoden, bei denen wir noch einmal den Cast von Lycoris Recoil zu sehen bekommen. Die Dynamik zwischen Chisato und Takina ist nach wie vor super und ich mag die beiden einfach. Aber auch auf die anderen Charaktere der Serie muss man nicht verzichten und jeder bekommt hier noch einmal einen kleinen Auftritt. Mit gerad einmal 6 Episoden a 4 Minuten ganz nett für zwischendurch.


mono - 9/10

Mein klarer Favorit in der Season. Natürlich bin ich hier auch etwas voreingenommen, da es sich hier um die Adaption eines weiteren Titels von Afro handelt. Da Yuru Camp mich auch schon sehr begeistert hat, musste ich mir natürlich mono ansehen. Der Manga hierzu ist auch ganz nett, allerdings bin ich kein Fan vom 4-Koma-Format. Daher hat mir hier der Anime sogar deutlich besser gefallen als die Vorlage. Die Charaktere sind wieder einmal super sympathisch und vor allem Haruno gefällt mir hier richtig gut. Die Serie lebt von deinem Cast und dieser ist wirklich gut gelungen. Der Rest ist natürlich, wie man es bei einer Slice of Life Serie erwartet, ohne großen Tiefgang oder Spannung. Es ist eine Wohlfühl-Serie für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der Vergleich zu Yuru Camp drängt sich hier natürlich auch ein bisschen auf. Vor allem weil auch der Cast von Yuru Camp hier und dort einen kleinen Gastauftritt im Hintergrund haben. Insgesamt würde ich aber sagen, dass Yuru Camp die besser Serie von den beiden ist. Zum einen ist der Cast noch einen Hauch sympathischer und auf der anderen Seite haben die Episoden in Yuru Camp noch etwas mehr Zusammenhang, als es bei mono der Fall ist.


Ore wa Seikan Kokka no Akutoku Ryoushu! - 4/10

Die Light Novel hiervon empfinde ich schon als recht durchwachsen. Dies liegt aber auch daran, dass ich abseits von Liam kaum einen der Charaktere in der Novel leiden kann. Vor allem der weibliche Cast glänzt nur damit unbrauchbar und nervig zu sein. Die Handlung hingegen hat ein paar brauchbare Momente. Der Anime kann allerdings auf ganzer Linie damit überzeugen, dass er die Handlung der Light Novel nur als eine Art gut gemeinten Ratschlag hält und sich nicht unbedingt daran halten muss. Während man sich normalerweise bei Vorlagen die Rosinen herauspickt und sich um die besten Momente kümmert, wird hier Zeit mit irgendwelchen Nebenschauplätzen vergeudet. Kurz gesagt: Die Serie war einfach nicht gut und konnte auch nicht wirklich unterhalten. Ich bin nur am Ball geblieben in der Hoffnung, welche der guten Momente der Light Novel animiert zu sehen. Dies war aber leider nicht der Fall.


Slime Taoshite 300-nen, Shiranai Uchi ni Level MAX ni Nattemashita: Sono ni - 6/10

Diese Serie ereilt quasi das gleiche Schicksal, wie auch schon Aharen-san: Im Vergleich zur ersten Staffel ist es einfach noch einmal das Gleiche in Grün. Wenn einem die Serie bisher eh schon gefallen hat oder man gefallen an der Light Novel findet, so stellt dies eigentlich kein Problem dar. Für mich ist aber irgendwann einfach die Luft aus dem Setting raus. Auch wenn ich die Charaktere mag, sind sie nicht genug, um auf Dauer so eine Serie am leben zu erhalten. Auch die Handlung muss irgendwann einem ein bisschen was bieten und dies war hier einfach nicht der Fall. Aber das habe ich bereits kommen sehen, da auch die Light Novel bei mir irgendwann vom Lesestapel verschwunden ist. Irgendwann war der Unterhaltungswert einfach futsch, denn es war immer wieder das Gleiche, nur in einem anderen Gewand.


Your Forma - 5/10

Das Setting hier ist eigentlich gar nicht so schlecht, aber bei der Handlung verliert die Serie irgendwie den Ball. Gerade am Anfang hält sich die Serie viel zu lange an einem Fall fest und es kommt und kommt einfach nicht zu einem Ende. Gerade der Einstieg der Serie sollte eigentlich kurz und knackig sein, aber hier braucht es ewig, bis es die ersten Erfolgsereignisse im Anime gibt. Leider sind die Charaktere auch nicht gut genug, um die durchwachsene Handlung aufzufangen. Ich weiß, die Serie orientiert sich an einer Light Novel als Vorlage, aber hätte man das Ganze etwas stärker episodenhafter aufgezogen, vielleicht 2 Episoden pro Fall, und somit mehr in Linie zu klassischen Krimiserien, hätte ich deutlich mehr Freude an Your Forma gehabt. So war es mehr oder weniger nur etwas, wo man sich halt durchgekämpft hat, da man ja doch irgendwie die Lösung des Falls wissen wollte.


Zatsu Tabi: That's Journey - 6/10

Auf die Serie hatte ich große Hoffnungen gesetzt. Alle Zeichen haben für mich auf etwas à la Yuru Camp gedeutet: Ein übersichtlicher Cast, Ausflüge innerhalb von Japan, schöne Szenerie und natürlich eine gute Chemie zwischen den Charakteren. Leider haben sich von diesen Hoffnungen nur ein Bruchteil erfüllt. Während es zwar interessante Reisen und Orte gab, konnten mich die Charaktere hier überhaupt nicht überzeugen. Auch die Chemie zwischen ihnen war irgendwie nicht das, was ich mir erhofft hatte. Es gab auch keinen wirklichen Zusammenhang zwischen den Charakteren: Chika ist immer mit jemand anderen oder eine Konstellation aus verschiedenen Charakteren aufgebrochen, aber man hatte nie das Gefühl, dass der Cast wirklich etwas miteinander zu tun hatte. Nur zwischen Chika und Koyomi war irgendwie eine Dynamik zu spüren. Somit war die Serie halt dar, konnte für mich aber nicht wirklich überzeugen. Leise Stimmen im Internet sagen, dass der Manga deutlich besser sein soll und die Anime Adaption nicht wirklich gelungen ist und den Charme des Mangas nicht eingefangen hat. Davon hab ich mich allerdings nicht selber überzeugt, da meine Motivation dem Titel gegenüber nicht ausreicht.


Das war es dann auch wieder mit der Spring Season 2025. Hier und dort erscheint zwar erst noch die letzte Episode, aber so gut wie jede Serie ist eigentlich vorbei. Die Summer Season steht auch schon vor der Tür und da gibt es auch schon ein paar Titel, auf die ich mich freue. Ich bin aber auch gespannt, was die Serie abseits den von mir bereits erwarteten Titeln so bringt.

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