Fazit der Summer Season 2025

| Lesezeit: ~16 Minuten

Da sind wir wieder. Die Season ist vorbei und damit ist es Zeit für ein Fazit.

Insgesamt war die Season mal wieder recht unterwältigend. Es gab durchaus Serien, die mir gut gefallen haben, aber die meisten davon kamen dann doch überraschend aus einer Ecke, mit der ich vorher gar nicht gerechnet hatte. Die erwarteten Sequels hingegen waren meistens einfach nur da, eher durchschnittlich oder gleich die Enttäuschung der ganzen Familie (ich sehe dich an, Shield Hero). Die wenigen Serien, die mir wirklich gefallen haben, konnten dafür aber auch umso mehr punkten. Ich bin sogar in Versuchung, meine alte Mineraliensammlung wieder aus dem Keller zu holen.

Bevor es aber an die eigentlichen Fazits geht, wie immer erst einmal die Serien, bei denen ich nur drei Episoden oder weniger durchgehalten habe. Dieses Mal waren es immerhin nur zwei Kandidaten:

  • GaCen Shoujo to Ibunka Kouryuu
  • Hotel Inhumans

Und nun der ganze Rest:


Ame to Kimi to - 7/10

Es war eine nette kleine Serie für zwischendurch. Typisch für Slice of Life konnte man von der Handlung allerdings nicht viel erwarten. Mehrere Episoden sollte man auch nicht am Stück schauen, da die Einschlafgefahr dann doch recht hoch ist. Die Charaktere sind jedoch ganz sympathisch, und die Protagonistin hat mir gut gefallen. Die Serie lebt natürlich vor allem davon, was der Tanuki alles anstellt.


Arknights: Enshin Shomei - 7/10

Weiter geht es mit der Handlung von Arknights. Hier fließt nach wie vor offenbar einiges an Gacha-Geld in die Produktion. Mir gefällt weiterhin, dass Stück für Stück die Handlung aus dem Spiel umgesetzt wird. Allerdings muss man auch sagen, dass der Anime für sich allein nicht wirklich funktioniert. Man muss schon zusätzlich mit dem Smartphone-Gacha-Game vertraut sein, damit manche Dinge Sinn ergeben. Damit bleibt es am Ende eine Serie, die ich nicht empfehlen würde. Trotzdem nett die ganzen Charaktere aus dem Spiel zu sehen.


CITY THE ANIMATION - 6/10

Irgendwie konnte mich die Serie nicht so sehr abholen wie damals Nichijou. Auch wenn die Comedy recht ähnlich war, war es doch nicht das Gleiche. Mit den Charakteren bin ich hier ebenfalls nicht wirklich warm geworden. Natürlich hatte die Serie ein paar richtig gute Gags. Auf der anderen Seite gab es aber auch genügend Szenen, in denen Gags unnötig in die Länge gezogen wurden. So hat die Serie häufiger meinen Nerv nicht getroffen, als dass sie es tat. Letztlich habe ich Nichijou erwartet und genau das nicht so bekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Futari Solo Camp

Die Serie war wirklich eine Nummer für sich. Schon nach vier Episoden musste ich abbrechen, da ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Eigentlich mag ich sogar den Manga dazu, und Camping ist für mich nun wirklich kein fremdes Thema. Trotzdem haben sie es hier geschafft, die Charaktere völlig unausstehlich wirken zu lassen. Vor allem Shizuru ging mir sehr schnell ziemlich stark auf die Nerven. Im Manga hatte ich dieses Gefühl überhaupt nicht. Ich glaube auch, dass die Wahl ihrer Stimme ihren Teil dazu beigetragen hat. Obwohl ich ein großer Fan von Camping bin, nehme ich bei dieser Serie reißaus.


Grand Blue Season 2 - 7/10

Wieder richtig gute Comedy und es war super, die ganzen Charaktere wiederzusehen. Von der Handlung und auch von den Gags her kommt die Serie allerdings nicht ganz an die erste Staffel heran. Ihren Charme hat sie aber definitiv nicht verloren. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass manche Gags im Manga deutlich besser funktionieren als in der Serie. Im Anime wurden sie teilweise etwas zu sehr in die Länge gezogen. Davon einmal abgesehen ist hier alles beim Alten geblieben. Nach wie vor eine solide Comedy-Serie, sofern man denn mit dieser Art von Comedy etwas anfangen kann.


Isekai Mokushiroku Mynoghra: Hametsu no Bunmei de Hajimeru Sekai Seifuku - 5/10

Die Light Novel davon habe ich irgendwann auch schon einmal zur Seite gelegt und danach nie wieder angerührt. Der Anime spiegelt dieses Gefühl ziemlich gut wider. Zwar geht es in jeder Episode gemächlich voran, trotzdem hat man den Eindruck, dass die Handlung nicht wirklich Fortschritte macht. Es ist weder eine richtige Fantasy-Geschichte mit Action noch ein ordentlich animierter Aufbausimulator. Mit dem Rhythmus von einer Episode pro Woche konnte ich es zwar aushalten, die Serie zu schauen, aber wirklich empfehlen kann ich sie nicht. Für mich wirkt sie eher wie schlechte Werbung für die Light Novel. Ich habe jedenfalls nach wie vor nicht vor, mich damit weiter zu beschäftigen.


Kaijuu 8-gou 2nd Season - 7/10

Wieder richtig gute Action und in dieser Hinsicht auf jeden Fall eine Serie, die mich zufriedenstellt. Inhaltlich kommt der Anime allerdings nicht an die erste Staffel heran. Irgendwie wirkten die Charaktere dieses Mal viel zu sehr voneinander getrennt, sodass es keine wirklich einheitliche Handlung gab, sondern eher ein Sammelsurium an Subhandlungen, die ohne klares Ziel vor sich hin plätscherten. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass der rote Faden verloren ging und erst recht spät wieder aufgegriffen wurde. Trotzdem bleibt es eine gute Popcorn-Serie.


Koujo Denka no Katei Kyoushi - 6/10

Vor einiger Zeit habe ich mir bereits die Light Novel vorgenommen und auch recht schnell einige Bände verschlungen. Das größte Problem der Handlung wird allerdings auch im Anime schnell deutlich: die Wahl der weiblichen Hauptcharaktere. Tina ist einfach nur nervig. Dieser erzwungene Fokus auf sie hat bei mir dazu geführt, dass ich immer weniger Lust hatte, die Light Novel weiterzulesen. Alle Szenen mit Lydia zusammen mit Allen sind dagegen großartig. Die beiden harmonieren wunderbar miteinander. Ein nicht unerheblicher Teil des weiblichen Casts, vor allem die jüngeren Mädchen, ist jedoch schlicht unausstehlich. Zusammen mit den eher schwachen ersten Handlungssträngen sorgt das dafür, dass die Serie insgesamt doch eher in die Kategorie „meh“ fällt.


Mizu Zokusei no Mahou Tsukai - 5/10

Noch so ein Titel, bei dem ich schon durch die Light Novel vorgeschädigt bin. Diese schafft es, sich ewig lange mit Nichtigkeiten aufzuhalten, und daher dauert es dort ewig, bis die Handlung vorankommt. Dieses Problem haben sie im Anime zum Glück durch das angehobene Erzähltempo in den Griff bekommen. Dafür tritt im Anime aber ein anderes Problem deutlich zutage, das mir in der Light Novel gar nicht so sehr aufgefallen war: Ryo wird in seiner eigenen Geschichte fast schon zum Nebencharakter degradiert. Die Handlung dreht sich überwiegend um die Erfahrungen der Nebencharaktere, und sobald diese Probleme haben, wird Ryo von seinem Abstellgleis geholt, um sie zu retten. Hinzu kommt, dass man sich nicht von dem durchaus schönen Opening der Serie täuschen lassen sollte. Die Animationsqualität ist in ihren besten Momenten gerade einmal durchschnittlich. Wenn man sonst nichts zu tun hat, kann man die Serie zwar schauen, aber man sollte seine Erwartungen besser gleich im Gepäck lassen.


New PANTY & STOCKING with GARTERBELT - 8/10

Ewig und drei Tage hat man auf diese Fortsetzung gewartet. Es hat sich aber gelohnt. Die Serie war wieder genauso abgedreht, wie ich sie in Erinnerung hatte. Jede Folge schafft es erneut, auf eine ganz andere Art zu überzeugen und vor allem total absurd zu sein. Man merkt, dass Studio Trigger richtig Spaß an der Serie hatte und die Seele von Gainax in ihnen weiterlebt. Mein persönlicher Favorit war die Episode, in der wir sogar wieder ein bisschen Inferno Cop-Action zu sehen bekommen. Insgesamt eine lohnenswerte Serie, die stilbedingt aber sicherlich nicht für jeden etwas ist.


Ruri no Houseki - 9/10

Eindeutig mein Favorit in der Season. Ursprünglich hatte ich die Serie gar nicht auf dem Schirm, aber dann war sie plötzlich da und ich war hin und weg. Die Thematik des Anime mit den Mineralien hat mich schon angesprochen, dazu kamen sehr sympathische Charaktere, eine richtig gute Portion Slice of Life ohne Langeweile und vor allem eine Animationsqualität, von der sich viele andere Serien eine Scheibe abschneiden sollten. Der Anime war ein richtiger Hingucker und jede Episode ein Highlight der Woche. Ich muss allerdings zugeben, dass es auch ein paar Momente gab, die sich ein wenig in die Länge zogen. Abgesehen davon war es wirklich die beste Serie der Season.


Seishun Buta Yarou wa Santa Claus no Yume wo Minai - 8/10

Dieser Anime hat mich auch ein wenig unvorbereitet erwischt. Plötzlich war die erste Episode da und mir fiel auf, dass ich sogar noch zwei Filme nachholen musste. Diese haben sich aber auf jeden Fall gelohnt und die Serie schließt hier wieder nahtlos daran an. Die Dynamik zwischen Sakura und Mai gefällt mir nach wie vor richtig gut. Auch optisch macht die Serie wieder einen sehr guten Eindruck. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir nicht jeder Handlungsstrang gefallen hat. Vor allem alles rund um Akagi war für mich viel zu lang und sie hat mich auch nicht wirklich interessiert. Davon abgesehen ist es eine gute Fortsetzung.


Silent Witch: Chinmoku no Majo no Kakushigoto - 7/10

Auch wenn meine Wertung dies wohl nicht vollständig widerspiegelt, war dies doch eine meiner favorisierten Serien in der Season. Monica als Protagonistin hat mir einfach richtig gut gefallen. Und auch wenn die Handlung teilweise etwas langsam vorangekommen ist, hat jede Episode auf ihre Weise doch irgendwie Spaß gemacht. Die Animationsqualität schwankte zwar über die Episoden hinweg gelegentlich, aber das hat der Serie keinen Abbruch getan. Letztendlich hätte ich mir nur gewünscht, dass das Tempo manchmal etwas schneller gewesen wäre und Monica hier und dort ihre Fähigkeiten etwas häufiger heimlich zum Einsatz gebracht hätte.


Sono Bisque Doll wa Koi wo Suru Season 2 - 8/10

Nach wie vor ist dies eine gute Serie und eine gelungene Fortsetzung. Allerdings werden in dieser Staffel auch die Abschnitte des Manga umgesetzt, die mir weniger gefallen. Dadurch entsteht langsam der Eindruck, dass die Serie künstlich in die Länge gezogen wird, weil sie sich gut verkauft. Manche Storyabschnitte schwanken für mich daher zwischen langweilig und unnötig, vor allem da sich die Art der Gags teilweise wiederholt und die Beziehung zwischen Wakana und Marin nicht wirklich vorankommt. Dieses Problem war schon im Manga recht offensichtlich, und da sich der Anime daran orientiert, gibt es aus der Situation kein Entkommen. Trotzdem ist dies wieder eine empfehlenswerte Serie, auch wenn sie nicht ganz das Niveau erreicht, das sie hätte haben können.


Tate no Yuusha no Nariagari Season 4 - 4/10

Ich habe das Gefühl, dass der Anime von Season zu Season immer schlechter wird. Während die Light Novel definitiv Höhen und Tiefen hat, wirkt der Anime wie auf einer Talfahrt. Manche Storyabschnitte sind bereits in der Novel viel zu lang gezogen, und der Anime hätte hier die Chance gehabt, positiv einzugreifen. Stattdessen wird alles komplett so übernommen. Verschärft wird dies durch eine Animationsqualität, die wirklich niemanden mehr vom Hocker haut. Bereits bei der dritten Staffel war ich verwirrt, wer das noch schauen soll, und hier wird dieser Eindruck sogar noch einmal unterboten. Umso überraschender ist es, dass auch noch eine fünfte Staffel kommen soll.


Tensei Shitara Dai Nana Ouji Dattanode, Kimamani Majutsu wo Kiwamemasu 2nd Season - 8/10

Der Anime ist wohl auf Platz zwei meiner Favoriten der Season. Eine wirklich gute Fortsetzung, die nichts von ihrem Charme verloren hat. Lloyd als Protagonist ist einfach super, und die Animationsqualität konnte erneut überzeugen. Auch wenn ich die Serie letztendlich mit der gleichen Punktzahl wie die erste Staffel bewerten würde, hat mir die zweite Staffel insgesamt nicht ganz so gut gefallen wie die erste. Bei der Handlung musste ich meiner Meinung nach ein paar Abstriche machen. Lloyd hatte im ersten Anime noch einige richtig gute Momente, während sich der Fokus in der Fortsetzung etwas mehr auf die Nebencharaktere verschoben hat. Zum Glück nimmt dies aber nicht überhand. Insgesamt ist dies wieder eine Serie, auf die ich mich jede Woche gefreut habe und die immer wieder gut überzeugen konnte.


Tsuyokute New Saga - 5/10

Den Manga hiervon hatte ich schon vor einiger Zeit abgebrochen. Der Anime hat mir dann wieder gezeigt, warum das so war. Sehr generische Fantasy-Story ohne nennenswerte Charaktere. Dafür, dass der Protagonist eigentlich ein Trauma erlebt hat, nimmt er sein neues Leben doch ziemlich auf die leichte Schulter. Davon abgesehen hat mich auch die eigentliche Handlung nicht wirklich überzeugt. Es gibt ein, zwei nette Kämpfe, aber selbst diese sind schnell vorbei, und die Animationsqualität ist auch nichts, worauf man stolz sein könnte. Was mir allerdings gefallen hat, ist, dass der Protagonist nicht plötzlich Mitleid mit seinen Gegnern zeigt oder weich wird.


Watashi ga Koibito ni Nareru Wake Naijan, Murimuri! (※Muri ja Nakatta!?) - 7/10

Eine weitere Serie, die ich eigentlich nicht auf dem Schirm hatte, mir dann aber doch überraschend gut gefallen hat. Normalerweise kann ich Shoujo-Ai-Serien mittlerweile nicht wirklich etwas abgewinnen, aber irgendwie hatte der Anime etwas. Sowohl die Protagonistin als auch alle anderen Mädchen, die mehr oder weniger Stück für Stück ihren Harem bilden, haben mir recht gut gefallen. Gut fand ich hier auch, dass jedes der Mädchen ihren eigenen Storyabschnitt bekommt, die anderen aber trotzdem nicht ganz von der Bildfläche verschwinden. Das Charakterdesign hat mir ebenfalls gut gefallen. Inhaltlich war die Serie halt da. Sonderliche Überraschungen in der Handlung gibt es nicht, aber für zwischendurch oder vielleicht irgendwann mal einen Blick in die Light Novel reicht sie.


Yuusha Party wo Tsuihou Sareta Shiro Madoushi, S Rank Boukensha ni Hirowareru: Kono Shiro Madoushi ga Kikakugaisugiru - 5/10

Ziemlich durchschnittliche Fantasy-Serie. Keiner der Charaktere sticht hier sonderlich hervor und auch die Handlung ist nichts, was besonders erwähnenswert wäre. Immerhin gibt es in späteren Episoden ein Cat-Girl, naja, so ein halbes, mit zumindest den passenden Ohren, das wenigstens nett anzusehen ist. Der Protagonist geht mir hier allerdings ziemlich auf die Nerven. Er gehört mal wieder zu der Sorte, die sich selbst komplett unterschätzen und nicht einmal einen Hauch von Ahnung haben, wie ungewöhnlich ihre Fähigkeiten doch sind. Selbst für zwischendurch ist die Serie nicht wirklich zu empfehlen und eignet sich am besten als Hintergrundrauschen, wenn man gerade etwas anderes macht.


Damit ist das Season-Fazit nun abgeschlossen. Es dauert auch nicht mehr lange, bis die Fall-Season 2025 beginnt. Hier und dort wurden bereits erste Folgen als Preview gezeigt, bisher war ich allerdings zu faul, mich darum zu kümmern. Mein erster Blick auf die Anime, die in den kommenden Tagen erscheinen, war allerdings nicht besonders hoffnungsvoll. Bis auf ein paar Sequels und vereinzelte Titel scheint die Season nicht viel Gutes zu versprechen.

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