Fazit der Spring Season 2026

| Lesezeit: ~14 Minuten

Da sind wir wieder. Die Season ist vorbei und ich labere meine Meinung in den Äther.

Die Season hatte durchaus ein paar nette Serien für mich, allerdings auch genug Titel, die ich nur halbherzig geschaut habe. Da ich aber durchaus zwei bis drei Anime hatte, auf die ich mich wirklich jede Woche aufs Neue gefreut habe, würde ich die Spring Season für mich doch als einen Erfolg verbuchen. Der absolute Überflieger war dieses Mal zwar nicht dabei, aber über zu wenig gute Unterhaltung konnte ich mich auch nicht beschweren.

Natürlich gab es aber auch genug andere Titel auf der anderen Seite des Spektrums. So habe ich manche Serien schon direkt nach der ersten Episode abgebrochen und gar nicht weiter verfolgt. Für diese Season wären dies:

  • Maid-san wa Taberu dake
  • Otaku ni Yasashii Gal wa Inai!?
  • Reincarnation no Kaben

Kommen wir nun zu den Serien, bei denen ich ein paar mehr Episoden geschaut oder die Serie sogar beendet habe.


Aishiteru Game wo Owarasetai - 6/10

Die beiden Protagonisten fand ich recht sympathisch und auch die Grundidee war ganz nett. Aber irgendwie ist bei mir der Funke nicht wirklich übergesprungen. Die Gags waren immer nach einem ähnlichen Muster aufgebaut und die Episoden stellenweise doch sehr vorhersehbar. Zwar hat sich die Beziehung zwischen Yukiya und Miku merklich weiterentwickelt, für den wünschenswerten Abschluss muss man aber wohl mal wieder zum Quellmaterial greifen, wobei dieses auch noch nicht abgeschlossen ist. Hier und da hatte ich auch ein bisschen meine Probleme mit den Animationen. Insgesamt als Serie eigentlich völlig in Ordnung, aber auch nichts Überragendes.


Class de 2-banme ni Kawaii Onnanoko to Tomodachi ni Natta - 8/10

Die Serie war eine meiner Favoriten der Season. Wie sich die Beziehung zwischen Maki und Umi entwickelt hat, war klasse und insgesamt haben mir hier die Charaktere sehr gut gefallen. Auch abseits der Beziehung zwischen den beiden gab es genug Handlung, um mich bei Laune zu halten. Das einzige richtige Manko der Serie war, dass manche Passagen doch ein bisschen in die Länge gezogen wurden. Abgesehen davon eine sehr solide Serie.


Haibara-kun no Tsuyokute Seishun New Game - 3/10

Der Anime scheiterte bei mir zu 100 % an den Charakteren. Ich mochte wirklich niemanden aus dem Cast. Da ich zuvor viel Gutes über die Light Novel gehört hatte, habe ich mich bis zum Ende durch die Serie gequält, in der Hoffnung, dass sie doch irgendwann gut werden muss. Dies wurde sie aber nicht. Eine gute Grundidee wird hier komplett verrissen und mit schlechten Charakteren ausgestattet. Am schlimmsten finde ich hier den Protagonisten. Er hat die Chance, sein Leben herumzureißen, nutzt dies aber nur, um eine Persönlichkeit aufzubauen, die so liebenswert wie Fußpilz ist.


Higeki no Genkyou to Naru Saikyou Gedou Last Boss Joou wa Tami no Tame ni Tsukushimasu. Season 2 - 6/10

Ähnlich wie die erste Staffel wandert die Serie wieder den schmalen Grat zwischen okay und meh. Auf der einen Seite finde ich die Handlung ein bisschen besser als zuvor. Auf der anderen Seite geht mir aber das ständige „Fangirling“ des männlichen Casts auf den Senkel, wenn Pride mal wieder irgendetwas Spektakuläres gemacht hat, wie zum Beispiel auszuatmen. Da mich der Anime abseits davon in dieser Season aber recht gut unterhalten hat, würde ich letztendlich zu okay tendieren.


Hime Kishi wa Barbaroi no Yome - 7/10

Serafina und Veor haben mir sehr gut gefallen, aber das war mir eigentlich schon dank des Mangas klar. Auch wenn das Charakterdesign gut getroffen war, gefällt mir hier das „richtige“ Design aus dem Manga doch ein bisschen besser. Der Anime war von den Animationen her doch ein bisschen simpel gehalten. Davon abgesehen insgesamt eine brauchbare Adaption des Mangas. Die Handlung ging zwischendurch etwas schleppend voran und verliert sich auch gerne mal in Sidequests. Dies mindert aber nicht den Charme der beiden Hauptcharaktere. Und da ich gerade wegen der beiden die Serie geschaut habe und auch den Manga nach wie vor verfolge, war ich hier recht gut unterhalten und bin zufrieden.


Isekai Nonbiri Nouka 2 - 7/10

Die Serie ist kompletter Nonsense, bei dem es inhaltlich nichts zu holen gibt. Das ist im Manga ebenso und auch die Web Novel ist da nicht besser. Mich hatte es eh gewundert, dass der Anime eine zweite Staffel erhalten hat. Ich wusste aber bereits, worauf ich mich hier einlassen würde. Da ich die Charaktere mag und bei der Handlung einfach mein Hirn gut ausschalten kann, fand ich es doch ganz angenehm, die Serie am Abend zu schauen. Im Vergleich hat mir die erste Staffel ein bisschen besser gefallen, da es dort gefühlt noch ein bisschen mehr „Handlung“ gab. Insgesamt nehmen sich beide Staffeln aber nicht viel.


Jishou Akuyaku Reijou na Konyakusha no Kansatsu Kiroku. - 7/10

Dies war eine durchaus positive Überraschung für mich. Den guten Eindruck der ersten Episode konnte der Anime über alle Folgen hinweg aufrechterhalten. Die Comedy war gut und auch die Charaktere, allen voran Bertia, haben mir echt gut gefallen. Die Serie war ein durchaus netter Twist des Otome-Game-Villainess-Genres und hat mal ein bisschen frischen Wind hineingebracht. Die Handlung bleibt hier und da zwar ein bisschen auf der Strecke, trotzdem würde ich die Serie aber wohl meinen Top 5 der Season zuordnen, was den Unterhaltungswert angeht.


Kamiina Botan, Yoeru Sugata wa Yuri no Hana - 9/10

Hier haben wir nun meinen klaren Favoriten der Season. Etwas, was für mich doch durchaus überraschend kam. Ich habe zwar nichts gegen Serien aus dem Shoujo-Ai- oder Yuri-Genre, würde mich nun aber auch nicht als Fan bezeichnen. Normalerweise habe ich einfach kein Interesse an solchen Anime. In diesem Fall konnte ich aber gar nicht so schnell gucken, wie ich in den Bann der Serie gezogen wurde. Nicht nur, dass mir die Charaktere, die Beziehungen zwischen ihnen und auch die Handlung richtig gut gefallen haben, auch optisch und vom Erzählstil machte der Anime richtig was her. Dies liegt wohl auch daran, dass sich neben drei Scriptwritern jede Episode ein anderer Director austoben konnte. Was normalerweise nach Chaos klingt, hat hier dafür gesorgt, dass jede Episode mit einem eigenen Erzählstil und Design überzeugen konnte. Es gab hier wirklich keine Episode, die mir nicht gut gefallen hat. Das einzige Manko, das ich hier habe, ist wirklich, dass ein paar Charaktere ein bisschen zu kurz gekommen sind und die Serie einfach zu kurz war. Ein paar mehr Episoden hätten dem Anime durchaus gutgetan.


Mata Korosarete Shimatta no desu ne, Tantei-sama

Während die Serie anfänglich noch eine ganz nette Grundidee hatte, konnte sie irgendwie nie wirklich gut darauf aufbauen. Zwar „überlebte“ der Protagonist jeglichen Mordanschlag auf sich selbst, einen wirklichen Vorteil für seinen Job konnte er aber auch nicht daraus ziehen. So war es für mich nur eine 08/15-Detektiv-Serie mit einem doch eher nutzlosen Gimmick. Da mich die Charaktere auch nicht wirklich überzeugen konnten, habe ich die Serie relativ schnell abgebrochen.


Nigashita Sakana wa Ookikatta ga Tsuriageta Sakana ga Ookisugita Ken - 7/10

Bis zum Ende hin blieb der Anime eine durchaus nette Serie. Mehr allerdings auch nicht. Die Handlung war okay, größtenteils allerdings auch substanzlos. Der Anime lebte von seinen Charakteren und hier war es vor allem Mimi als Protagonistin, die überzeugen konnte. Hier und da gab es zwar auch ein paar brauchbare Comedy-Elemente, wobei die Gags auch schnell repetitiv wurden. Trotz der doch auffälligen Schwächen der Serie fühlte ich mich hervorragend unterhalten. Der Anime hat einfach Spaß gemacht und war ein echt netter Titel für zwischendurch.


Otonari no Tenshi-sama ni Itsunomanika Dame Ningen ni Sareteita Ken 2nd Season - 7/10

Die Light Novel hiervon mag ich nach wie vor und auch die erste Staffel hat mir durchaus gut gefallen. Diese Fortsetzung hat aber leider ein bisschen abgebaut. Die Charaktere sind nach wie vor gut, aber die Handlung tröpfelt sehr langsam und zäh voran. Dies ist nicht komplett die Schuld des Anime, da in diesem Fall Passagen der Light Novel umgesetzt wurden, die sich ebenso in die Länge ziehen. Hier hätte der Anime aber nun die Chance gehabt, dies alles ein bisschen zu straffen und so auch in der Handlung weiter voranzukommen. Diese Chance wurde aber leider nicht genutzt.


Replica Datte, Koi wo Suru.

Während ich von der ersten Episode noch durchaus angetan war, verschwand mit Fortreiten der Serie meine anfängliche Begeisterung. Ich konnte mich nicht wirklich mit den Charakteren anfreunden und auch die Grundidee mit den Replikanten verlor für mich irgendwie ihren Charme. Es gab hier irgendwie nichts, was die Serie für mich richtig interessant machte, und das Gimmick der Serie war hier nicht wirklich hilfreich, da letztendlich wieder alles nur auf interpersonelles Drama hinauslief. Dies hätte man auch ganz ohne die Replikanten haben können. Für mich gab es zumindest keinen Grund, die Serie bis zum Ende zu verfolgen.


Saikyou no Shokugyou wa Yuusha demo Kenja demo Naku Kanteishi (Kari) Rashii desu yo?

Den Manga hiervon hatte ich bereits vor einiger Zeit abgebrochen. Beim Schauen des Anime ist mir dann auch recht schnell wieder die Ursache dafür aufgefallen: Nicht nur, dass keiner der Charaktere interessant oder sympathisch ist. Nein, die komplette Serie ist auch einfach nur grottenlangweilig und bis zum Rand mit den schlechtesten Klischees gefüllt, die man nur finden kann. Selbst wenn man sie als dumme Slapstick-Comedy betrachtet, die sie wohl darstellen soll, versagt der Anime auf ganzer Linie. Die Gags sind weiter von Humor entfernt als Alf von Melmac.


Tensei Shitara Slime Datta Ken 4th Season - 7/10

Eine weitere Staffel, in der Rimuru sich entweder in einem Meeting befindet oder gerade eins vorbereitet. Zur Abwechslung bekommen wir aber auch mal die Meetings der Gegner zu sehen. Die Entwicklung von Tempest oder die Actionsequenzen kommen mal wieder zu kurz. Irgendwie habe ich die Light Novel deutlich positiver in Erinnerung, was die Handlung und vor allem die Erzählgeschwindigkeit angeht. Leider muss man hier sagen, dass die Serie mit den letzten Staffeln immer weiter abgebaut hat.


Tongari Boushi no Atelier - 5/10

Bei dieser Serie bin ich irgendwie zwiegespalten. Es gibt hier Charaktere und Elemente der Handlung, die mir durchaus zusagen. Auf der anderen Seite gibt es hier aber auch genug Dinge, die mich nicht interessieren oder mir nicht gefallen. Leider sind gerade die beiden Hauptcharaktere Coco und Qifrey zwei der Dinge, die mir hier nicht sonderlich zusagen. Qifrey ist für mich recht charakterlos. Außer seiner Rache hat er anscheinend keine wirklichen Beweggründe. Alles, was er macht, ist irgendwie darauf fundiert. Coco ist mir irgendwie nicht ernst genug bei der Sache. Den vermeintlichen Tod ihrer Mutter hat sie doch recht schnell überwunden und ist den Großteil der Serie nun eher eine dümmliche Frohnatur, die nun endlich Magie lernen kann. Davon, wie sehr ich Agott in einen Mähdrescher stecken möchte, will ich erst gar nicht anfangen. Der Anime hat auf der anderen Seite aber ein echt gutes Magiesystem und eine interessante Lore. Auch die Antagonisten gefallen mir echt gut. Insgesamt fällt es mir aber echt schwer, eine wirkliche Begeisterung für die Serie aufzubringen. Eine zweite Staffel wurde bereits angekündigt, was bei dem offenen Ende nun nicht verwunderlich ist. Ob ich die überhaupt schauen werde, steht aber noch in den Sternen.


Yomi no Tsugai - 7/10

Mein Interesse an generischen Shounen-Serien habe ich schon vor einiger Zeit verloren. Daher gehe ich solchen Serien eigentlich eher aus dem Weg. Hier habe ich aber noch einmal mein Glück versucht und bin bisher eigentlich recht zufrieden mit der Serie. Das Ende haben wir zwar noch nicht erreicht, aber immerhin die Halbzeit überschritten. Die Handlung hat mich hier noch nicht wirklich gepackt und wenn ich nie erfahren werde, was es hier mit allem auf sich hat, wäre ich nun nicht sonderlich traurig. Aber die Charaktere gefallen mir immerhin. Hier konnte mich letztendlich vor allem Yuru überzeugen. Asa ist zwar auch ganz nett, aber bei ihr vermisse ich irgendwie immer noch ein bisschen Persönlichkeit. Die Action hat sich gegenüber meinem Eindruck aus der ersten Episode verbessert und insgesamt fühle ich mich bisher doch recht gut unterhalten. Aber es wird sicherlich nie einer meiner Favoriten werden.


Das war's dann auch schon wieder mit dem Season-Fazit. Die Summer Season steht bereits mit einem Bein in der Tür und die ersten Serien sind schon gestartet. Da gibt es immerhin auch schon ein paar Titel, an denen ich Interesse habe. Mal schauen, ob das auch was wird.

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