Fazit der Winter Season 2026

| Lesezeit: ~12 Minuten

Und wieder ist eine Season vorbei. Wirklich überzeugt war ich dieses Mal nicht.

Auch wenn es mal wieder mehr als genug Serien in der Season gab, waren dieses Mal echt nur wenige Titel dabei, die mich überzeugen konnten. Wirklich positiv ist für mich nur die zweite Staffel von Frieren hervorgestochen. Abseits davon gab es ein bisschen seichte Unterhaltung, aber nichts, worüber es sich lohnt, groß Reden zu schwingen.

Gleich zu Beginn der Season habe ich mich auch direkt von unnötigem Ausschuss getrennt. Schon vor der magischen 3-Episoden-Marke flogen folgende Anime aus meiner Liste:

  • Majutsushi Kunon wa Mieteiru
  • Osananajimi to wa Love Comedy ni Naranai
  • Shibou Yuugi de Meshi wo Kuu.
  • TRIGUN STARGAZE

Den Rest habe ich dann sogar halbwegs bis zum Ende verfolgt oder plane es zumindest. Hier und da fehlt zwar noch eine Episode, aber auch diese Anime finden bald ihren Abschluss. Zeit, zu den Serien überzugehen, bei denen ich ein paar mehr Folgen gesehen habe und ein paar mehr oder weniger sinnvolle Worte dazu zu verlieren.


"Omae Gotoki ga Maou ni Kateru to Omou na" to Yuusha Party wo Tsuihou Sareta node, Outo de Kimama ni Kurashitai - 6/10

Irgendwie hatte ich die Light Novel interessanter und auch brutaler in Erinnerung, als der Anime nun war. Es war zwar eine durchaus brauchbare Serie, entsprach aber nicht wirklich meinen Erwartungen und Hoffnungen. Auch was die Animationen angeht, war ich nicht wirklich überzeugt. Gerade die Kampfszenen waren stellenweise doch recht lustlos animiert und bestanden stellenweise auch nur aus bewegungslosen Charakteren, die in irgendwelchen Posen über den Hintergrund geschoben wurden. Dementsprechend habe ich die Serie auch recht schnell nur noch halbherzig verfolgt.


Eris no Seihai - 5/10

Das Konzept fand ich hier ganz nett. Aber leider spielt der Anime seine Karten nicht wirklich gut aus. Die Episoden laufen oft nach einem recht ähnlichen Schema ab, sodass es hier eigentlich keine großen Überraschungen gibt. Die Charaktere haben mich auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Constance ist zwar ganz nett, aber es dauerte mir etwas zu lange, bis sie auch mal selbst etwas in die Hand nimmt, ohne von Scarlet angetrieben zu werden. Scarlet hingegen finde ich recht gelungen, und sie ist auch der deutlich interessantere Charakter von den beiden. Da die Handlung aber gerade für eine Mystery-Serie doch recht eintönig ist, reicht dies nun einmal nicht aus, um daraus eine gute Serie werden zu lassen.


Fate/strange Fake - 6/10

Für einen Anime aus dem Fate-Universum war das hier alles irgendwie nur mittelprächtig. Ich habe mehr erwartet. Es gab hier und da zwar gute Action, und auch die Animationen waren durchaus in Ordnung, allerdings waren viele Stellen auch einfach ... langweilig. Und ich mag es nicht, wenn etwas, das mich unterhalten soll, in Langeweile abdriftet. Ich habe hier wirklich mehr erwartet. Was mich auch ein bisschen gestört hat, ist die Größe des Casts. Dass es viele Charaktere gibt, ist nicht notwendigerweise immer schlecht. Man muss nur wissen, worauf man vernünftig den Fokus legt. Hier hatte ich aber das Gefühl, dass dies nicht immer klar war und man die Geschichte von jedem und seinem Haustier zeigen wollte. Wäre alles etwas kondensierter, zum Beispiel auf Ayaka und Saber, gewesen, hätte ich es besser gefunden.


Hell Mode: Yarikomi Suki no Gamer wa Haisettei no Isekai de Musou Suru - 4/10

Da die Light Novel mich schon nicht wirklich überzeugen konnte, war ich nicht sonderlich überrascht, dass auch der Anime nicht wirklich meinen Geschmack getroffen hat. Trotzdem habe ich die Serie aber bis zum Ende verfolgt, in der Hoffnung, dass noch irgendeine gute Wendung kommt, die vielleicht sogar noch einmal mein Interesse an der Light Novel wecken könnte. Dieser Fall ist allerdings in keiner Weise eingetreten. Die Handlung ist nach wie vor langweilig und die Charaktere uninteressant. Das Summoning-System des Protagonisten gefällt mir auch nicht sonderlich, und auch generell ist das Szenario, dass der Protagonist nicht direkt mit irgendwelchen Cheats startet, nicht sonderlich gut umgesetzt. Stattdessen sorgt es eher noch stärker dafür, dass der Anime einfach nur langweilig ist.


Jingai Kyoushitsu no Ningengirai Kyoushi - 5/10

Wie auch der Manga zuvor hat die Serie durchaus ihren Charme. Die Charaktere sind hier allerdings eine gemischte Tüte, und ich bin von mindestens der Hälfte des Casts nicht wirklich überzeugt. Was die Handlung angeht, ist die ganze Serie auch recht seicht gehalten, und wirklich viel sollte man hier nicht erwarten. In meinem Kopf vergleiche ich die Serie auch immer ein bisschen mit Interviews with Monster Girls, das ein recht ähnliches Setting hat, es aber deutlich besser umsetzt und interessanter gestaltet. Auch die Charaktere darin sind deutlich besser. So fühlt sich diese Serie eher wie ein billiger Abklatsch an als wie etwas Eigenständiges. Man kann also durchaus auf die Serie verzichten.


Kirei ni Shitemoraemasu ka. - 6/10

Ich mag die Werke von Hattori Mitsuru, und auch hier fand ich den Anime wieder ganz nett. Mehr als ganz nett wurde es dann allerdings leider nicht. Wakana als Protagonistin hat mir gut gefallen, aber mit dem Setting konnte ich nicht wirklich etwas anfangen. Hier hat auch leider der schmale Grat, den eine Slice-of-Life-Serie wandern muss, nicht so gut geklappt. Zu oft rutschte die Serie in Langeweile und Belanglosigkeit ab. Das ist eigentlich echt schade, denn die Serie hätte durchaus Potenzial für mehr gehabt. Wahrscheinlich werde ich aber wohl sogar noch einen Blick in den Manga riskieren, um zu sehen, ob dort das Setting und die Handlung für mich besser funktionieren. Manchmal kann ja allein schon das Medium einen Unterschied machen.


Kizoku Tensei: Megumareta Umare kara Saikyou no Chikara wo Eru 6/10

Eine recht generische Fantasy-Serie, die nichts Besonderes vorzuweisen hat. Hier wird sich mal wieder wild sämtlicher Klischees bedient. Noah hat auch keinerlei Probleme, mit egal welchen Situationen klarzukommen, und selbst wenn er gegen den Wind und sein eigenes Hosenbein pinkeln würde, würden seine Gefolgsleute noch klatschend neben ihm stehen und ihn anhimmeln, wie großartig er doch sei. Also absolut keine Serie, die man gesehen haben muss oder gar sollte. Ich, als Connaisseur des feinsten Fantasy-Trash des Landes, habe es aber natürlich mit extra großen Löffeln gefressen, und es hat mich gut unterhalten.


Okiraku Ryoushu no Tanoshii Ryouchi Bouei - 6/10

Dies war meine Guilty Pleasure in der Season. Wie auch die Light Novel schon ist der Anime nicht wirklich gehaltvoll. Sowohl inhaltlich als auch bei den Charakteren sollte man hier nicht zu viel erwarten. Mir hat es allerdings gefallen. Ich würde mir nur wünschen, dass der Fokus der Geschichte mehr auf dem Aufbau der Stadt liegen würde. Davon einmal abgesehen mag ich die Charaktere hier, und auch wenn die Handlung nicht wirklich Hand und Fuß hat, konnte sie mich doch gut unterhalten. Für mich war es genau der richtige lockere Isekai-Nonsense, bei dem man das Hirn ausschalten kann.


Sousou no Frieren 2nd Season - 9/10

Frieren war wieder einmal eine großartige Serie und das Highlight der Season. Mehr braucht man eigentlich schon gar nicht mehr zu der Serie sagen. Es reiht sich nahtlos an die erste Staffel an, und es geht sowohl inhaltlich als auch optisch ebenso gut weiter, wie man es gewohnt war. Was die Handlung angeht, würde ich nur sagen, dass diese Staffel noch etwas ruhiger voranschreitet als die erste Staffel. Insgesamt gibt es zwar weniger Action, wenn sie aber dann kommt, ist es mal wieder ein echter Augenschmaus. Nach wie vor eine der besten Serien, die in den letzten Jahren erschienen ist.


Tensei Shitara Dragon no Tamago Datta - 4/10

Ich habe keine Ahnung, was ich eigentlich von der Serie erwartet habe oder warum ich überhaupt bis zum Ende geschaut habe. Der Anime hatte bis auf die Grundidee nicht wirklich etwas zu bieten. Diese war aus meiner Sicht dann auch nicht einmal gut umgesetzt, und der Progress stockte auch gerne mal. Auch die Charaktere fand ich nun nicht sonderlich gut. Genau betrachtet gab es eigentlich recht wenig, was mir an der Serie gefallen hat. Vielleicht hatte ich irgendwie noch die Hoffnung, dass die Serie sich noch fängt. Dem war aber leider nicht so. So hat sie mir nicht nur nicht gefallen, sondern auch einen guten Grund geliefert, mich nicht mit der Light Novel zu beschäftigen. Diese ist nämlich schon nach ein paar Episoden der Serie von meinem E-Reader geflogen.


Toumei Otoko to Ningen Onna: Sonouchi Fuufu ni Naru Futari - 7/10

Den Manga hierzu habe ich schon vor einer Zeit gelesen und fand ihn eigentlich ganz niedlich. Der Anime konnte die Stimmung des Mangas auch recht gut einfangen, und somit war ich im Großen und Ganzen eigentlich recht zufrieden mit der Serie. Letztendlich ist es aber auch nur eine weitere Slice-of-Life-Serie mit ein bisschen Romance. Die Episoden tröpfeln so dahin, und viel Spannung sollte man hier nicht erwarten. Dementsprechend kann eine Folge hiervon auch schon recht einschläfernd wirken. Davon abgesehen ist es durchaus eine nette Serie für zwischendurch, mehr aber auch nicht.


Yuusha Kei ni Shosu: Choubatsu Yuusha 9004-tai Keimu Kiroku - 7/10

Die erste Episode hatte mich hier echt in ihren Bann gezogen. Die Charaktere waren super, die Action und die Animationen sahen echt gut aus, und auch das Setting war interessant und machte Lust auf mehr. Diese Punkte will ich den darauf folgenden Episoden auch gar nicht absprechen. Allerdings konnte die Handlung selbst dem Rest der Serie dann nicht das Wasser reichen. Mit fortschreitendem Anime habe ich immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren. Auch wenn die Optik immer noch durchaus etwas hergemacht hat und mir nach wie vor die Charaktere gefallen haben, fehlte irgendetwas, um mich richtig am Ball zu halten. Nach dem echt guten Einstieg in den Anime habe ich einfach mehr erwartet, und in dem Bereich konnte die Serie dann einfach nicht liefern.


Yuusha Party ni Kawaii Ko ga Ita no de, Kokuhaku Shitemita.

Die Grundidee war eigentlich ganz nett, aber die Ausführung ließ dann doch stark zu wünschen übrig. Die Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen, und auch bei den Charakteren war nun nichts dabei, was mich begeistern konnte. Somit habe ich die Serie dann auch recht schnell zur Seite gelegt.


Yuusha Party wo Oidasareta Kiyou Binbou - 3/10

Als Genießer von gutem Fantasy-Slop mache selbst ich hier einen Bogen um den Titel. Keiner der Charaktere hat mir wirklich gefallen. Vor allem der Protagonist ging mir ziemlich auf den Senkel. Statt Charakterentwicklung gibt es hier nur einen Asspull nach dem anderen. Es gibt keine Herausforderungen für ihn, nur weitere Momente, in denen er auf magische Art und Weise dann glänzen kann. Und somit natürlich auch ein Vorbild für alle anderen Charaktere, von denen sich die weiblichen ihm dann natürlich zu Füßen werfen. Die Handlung selbst war leider dann auch flach genug, um sie unter der Tür raus zu den Mülleimern zu schieben. Was mich hier dann am meisten verwundert hat, ist, dass direkt eine zweite Staffel angekündigt wurde. Dabei kann man schon auf diese erste Staffel mehr als nur verzichten.


Und damit ist das Season-Fazit auch schon wieder abgeschlossen. Gerade noch rechtzeitig, denn Anfang April starten auch schon wieder die neuen Serien der Spring Season 2026. Auf den ersten Blick gibt es wieder ein paar nette Serien, wirklich viel habe ich mir allerdings noch nicht vorgenommen. Hier und da werde ich aber wieder in mehrere erste Episoden reinschauen.

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