Visual Novel Review: Ao no Kanata no Four Rhythm

Lesezeit: ~6 Minuten

Mal wieder ein Visual Novel Review. So etwas hatten wir schon länger nicht mehr. Eigentlich habe ich die Novel auch schon vor einer ganzen Zeit gelesen. Nun wurde aber vor Kurzem die Fandisk dazu veröffentlich und das nehme ich einfach mal als Anlass, nun doch mal wieder ein richtiges Review zu schreiben.

Cover

Entwickler: sprite
Szenario: Kazuya / Kio Nachi / Mutsu Ryuusuke / Watanabe Ryouichi Illustrator: Suzumori / Yuuki Itsuka
Genre: Comedy, Romance, Sports
Länge: 30~50h
Premiere: November 2014 (japanisch), September 2019 (englisch)

Story:

In a world where flying is as simple as riding a bicycle, there is a popular sport called “Flying Circus.”

The protagonist once had a bright future ahead of him in that field of sports but due to an overwhelming defeat in addition to a certain other reason, he has left that field.

However, he meets the transfer student Kurashina Asuka and regains his passion as he teaches her how to fly.

With his situation changed, he participates once again in the Flying Circus. Just how high will he be able to fly this time with Asuka at his side?

This is a love story about the two who met while soaring in the skies, and the friends surrounding them.

Handlung:

Bei der Handlung wird hier eigentlich das Rad nicht neu erfunden: Ein Haufen Schüler, eine neue Transfer-Schülerin und hier und dort sind die Charaktere natürlich durch irgendwelche Ereignisse in der Vergangenheit bereits miteinander verbunden. In den Mix gibt man dann noch ein bisschen Sport und Fantasy in Form von Schuhe, die einem das Fliegen ermöglichen. Und schon hat man den Rahmen für die Handlung von Ao no Kanata no Four Rhythm. Auch wenn die große Innovation hier ausbleibt, zeigt die Visual Novel hier doch auch, dass man durchaus auch bekannte Handlungselemente zu einer soliden und guten Story zusammensetzen kann. Die einzelnen Routen sind dann wiederum von unterschiedlicher Qualität, wobei ich allerdings keine davon als schlecht bezeichnen würde. Ich mochte eigentlich alle Routen. Diese sind natürlich auch sehr stark von den Charakteren abhängig und ob einem diese gefallen. Allerdings empfand ich die Route von Asuka als ziemlich Klischee behaftet. Mal davon abgesehen sind die Routen alle gut gemacht und auch recht unterschiedlich. Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist der Punkt, dass nicht alle Charaktere auf einmal in den Hintergrund verschwinden, wenn man sich einmal für eine Route entschieden hat. Natürlich geht der Fokus auf den ausgewählten Charakter über, trotzdem bekommen die anderen aber auch noch was von der Handlung ab und hier und dort ebenfalls noch zusätzliche Charakterentwicklung.

Illustrationen:

Die Illustrationen gefallen mir hier recht gut. Alle wichtigen Momente bekommen ein, wenn nicht sogar mehrere ordentliche CGs spendiert. Hinzu kommt noch das Design der Charaktere, welches mir hier wirklich sehr gut gefällt. Da die Visual Novel selbst auch noch nicht ganz so alt ist, gibt es die CGs auch in einer ordentlichen Auflösung und man wird bei Fullscreen nicht zum Pixelzähler. Zwischendurch gibt es auch noch ein paar Szenen mit SD-Charakteren, welche ich auch als durchaus optisch ansprechend empfand. Die Charaktere wurden gut wiedergegeben und der Stil passte auch zum Rest der Novel.

Charaktere:

Ohh, die Charaktere. Dies ist der Punkt, an dem die Visual Novel für mich richtig aufblüht. Es gibt hier keinen Charakter, den ich nicht mag. Selbst die Nebencharaktere und Gegner sind super. Tatsächlich würde ich mir hier sogar noch mehr spielbare Routen für ein paar der anderen Charaktere wünschen. Aber konzentrieren wir uns hier mal auf die Charaktere, die eine eigene Route bekommen haben.

Arisaka Mashiro

Mashiro ist hier die Tsundere wie sie leibt und lebt. Wenn man gerne beleidigt und und verachtet werden möchte, ist man bei ihr an der richtigen Stelle. Im Verlauf kann sie aber dann auch sehr gut zum Dere umschlagen und hat eine sehr nette Route. Sobald sie einmal mit dem Protagonisten warm geworden ist, hat sie mehr und mehr niedliche Momente. Da der Protagonist sie auch immer ein bisschen ärgert, hat sie auch den Comedy-Anteil betreffend eine der besten Routen hier.

Ichinose Rika

Sie ist wohl die beste Wahl, wenn man keine großen Abenteuer eingehen will. Bodenständig, sanft und die ganze Novel über gibt es bei ihr eigentlich keine großen Überraschungen. Ein solider Charakter ohne Wenn und Aber, die auch durchaus ihre niedlichen Momente hat. Sie ist der klassische, liebevolle Charakter, den man gerne um sich hat, aber im Normalfall nie die Aufmerksamkeit des Hauptcharakters für sich gewinnt.

Kurashina Asuka

Das klassische Poster-Girl der Visual Novel. Sie hat die üblichen Hauptcharaktereigenschaften. Immer gut gelaunt, lässt sich nicht unterkriegen und hat dann auch noch die nötige Portion Plott-Armor, sodass eigentlich alle Situationen gut für sie ausgehen. Ihre Persönlichkeit gefällt mir gut, aber dadurch, dass bei ihr eigentlich nichts auf lange Sicht schief gehen kann, macht es sie als Charakter etwas langweilig.

Tobisawa Misaki

Sie ist meine klare Favoritin. Obwohl sie an vieles mit einer guten Portion Humor und Sarkasmus herangeht, kann sie auch durchaus ernste Seiten aufweisen. Ihre Reaktion auf manche Dinge wirken von allen Charakteren am realistischsten und ihr würde ich auch die meiste Ähnlichkeit zu echten Mensch zuschreiben. Sobald sie motiviert genug ist, arbeitet sie hart genug für ihre Ziele, sodass man sich dann auch bei jeder Errungenschaft mit ihr freut.

Sound:

Der Soundtrack ist schon fast einer der Punkte, die mir bei dieser Novel mit am besten gefallen hat. Es gibt viele schöne Tracks, auch gute Insert-Songs, die zu den Momenten in der Novel passen. Der komplette Soundtrack ist sehr gut auf die Situationen in der Handlung abgemischt und wusste diese sehr gut zu unterstreichen. Hier und da hätte ich mir nur etwas mehr Abwechslung gewünscht. Da manche Szenen doch auch mal etwas länger dauern können, ist hier immer der gleiche Song in Dauerschleife auf Dauer manchmal doch etwas zu viel.

Fazit:

In letzter Zeit komme ich leider nicht richtig dazu, Visual Novels zu lesen. Meistens nehmen diese deutlich mehr Zeit in Anspruch als hier und dort mal einen Manga oder eine Light Novel zu lesen. Es ist echt schade, dass ich hier selten die Zeit für finde, denn Visual Novels sind doch ein Medium, welche ihren ganz eigenen Reiz haben. So schafft es auch Ao no Kanata no Four Rhythm mit den Charakteren seiner Story, dem dazu passenden Soundtrack und natürlich den Illustrationen auf eine Art zu begeistern, die bei anderen Medien nicht möglich ist. Es war für mich mal wieder ein schöner Ausflug in die Welt der Visual Novels und dieser Titel hat es dann auch sogar geschafft, zu einer meiner Favoriten des Genres zu werden. Die Charaktere haben mir trotz der kleinen Schwächen einfach zu gut gefallen, um hier etwas anderes zu sagen.

Wertung

Mehr Lesen

Visual Novel Review: Wagamama High Spec

Wagamama High Spec schlägt in die gleiche Richtung wie Princess Evangile und ist etwa zur gleichen Zeit wie die Fandisk Princess Evangile W …… Weiterlesen

Visual Novel Review: Princess Evangile

Published on August 08, 2017